Archive: Episoden (Page 1 of 2)

BldgAltEntf E007: “Norwegen-Sperma”

avatar Anja Lorenz
avatar Oliver Tacke

Die Folge haben wir 22.08.2018 aufgenommen.

Intro & Feedback

Na gut, ok, das Intro zur Folge NullNullSieben war so naheliegend … Hoffentlich verschreckt das nicht die neue Zuhörerschaft, die der Nicolas von Methodisch Inkorrekt gesendet hat – vielen lieben Dank für die Empfehlung! Menschen, die diesen Podcast gehört haben, sagten auch:

“Zu Euch kann man genauso gut einschlafen, wie zu Methodisch Inkorrekt.”

… und wir hoffen, dass das etwas Gutes ist.

News+Alt+Entf

A und O vor der Lübecker Altstadt

O hat — modisch inkorrekt — Urlaub im Süden gemacht, da war eine kurze A+O-Reunion Ehrensache.

News+O

  • O hatte Besuch: 50% vom Feierabendbier Open Education waren in Tromsø.
  • Danach hat er Urlaub “in den Subtropen” gemacht (the Norwegian Perspective) und war hier in Deutschland – unter anderem auch kurz in Lübeck. Wie so ein Touri hat er natürlich das schlechte Mobilfunknetz besichtigt und echten deutschen Döner gegessen.
  • O mag Unterhaltung (OmU), wollte mal wieder Rocky schauen und hätte echt nicht gedacht, wie schwer es sein kann, den in Norwegen in Originalton über das Internet auszuleihen. #2018
  • Schließlich haben A und O auch wieder erfolgreich zusammengearbeitet: A wollte gern Bingo als Content Type haben, O hat die ganze Arbeit gemacht und nun ist es da. Die Konferenz-Saison möge beginnen!

News+A

  • Auch in diesem Jahr wachsen hinter dem Haus von A wahnsinnig viele Brombeeren. Wer dieses Glück nicht hat, kann auch auf mundraub.org schauen und “essbare Landschaften” in der Umgebung leichter finden.
  • A dankt der Sternwarte Lübeck, denn die hat auf Ihrer Webseite nicht nur sehr gut erklärt, was das Besondere an der Sonnenfinsternis mit Supermars ist (die gibt es so erst in 105.000 Jahren wieder), sondern hat sich auf dem Wanderweg am Bornkamp mit einigen Teleskopen platziert.
  • Ihr erstes Raspberry-Pi-Projekt mit LED-Lauftext kann man jetzt nachbasteln, denn A hat es endlich geschafft, es auf ihrem Blog in Wort und Video festzuhalten.
  • Nur ein Sommer mit dem BarCamp Kiel ist ein perfekter Sommer. A war dort und hat u. a. Calle zugehört, wie er über schlechte Werbung redet, und Kai Obermüller hat dort den Mythos Lehrermangel in schönen Diagrammen erklärt (wer nicht dabei war: Jöran hat Kai angerufen). Die Anja vom BarCamp Kiel hat in ihrer allerersten BarCamp-Session darüber gesprochen, weshalb sie das Imposter-Syndrom bisher eher davon abgehalten hat.
  • Nur eine Adventszeit mit dem BarCamp Lübeck ist eine perfekte Adventszeit. Deswegen ist die Anmeldung bereits jetzt gestartet. A als Teil des Orga-Teams strengt sich an, dass es auch in der neuen Location möglichst glatt läuft.
  • A hatte hohen politischen Besuch im Büro. Sie hat Ministerpräsident Daniel Günther und auch zwei Tage später dem Projektträger vom BMBF-Projekt pMOOCs 2 erklärt, warum freie Bildung echt dufte und das Geld bei uns gut angelegt ist.
  • Schließlich konnte sie zwei Sachen verbinden: Sie hat sich den neuen Sitz des Chaotikum e.V. angeschaut und war dort beim Netzpolitischen Abend (Slides hier) im Nobreakspace. Da war sie bestimmt nicht zum letzten Mal.

Paper+Alt+Entf

Paper+O: “Ene-Mene-Mu!”

Kemper, Lorenz: Predicting Student Dropout: A Machine Learning Approach. 2018. (Typ: Unveröffentlicht | Abstract | Links | BibTeX)

In dem Paper wird untersucht, wie gut man einen Studienabbruch von Studierenden mit Hilfe von einfachen Maschinenlernverfahren vorhersagen kann. Wesentliche Anhaltspunkte erhält man schon aus den Daten zu den Noten und der Anzahl der Prüfungsversuche. Damit kommt man nach einem Semester bereits auf eine Genauigkeit von bis zu 85 %, nach drei Semestern auf bis zu 95 %.

Sonstso:

Paper+A: “Auch Schulkinder wollen nur schnellere Pferde”

Friedrichs-Liesenkötter, Henrike; Karsch, Philip: Smartphones im Unterricht – Wollen das Schülerinnen und Schüler überhaupt?! Eine explorative Studie zum Smartphone-Einsatz an weiterführenden Schulen aus der Sicht von Schülerinnen und Schülern. MedienPädagogik: Zeitschrift für Theorie und Praxis der Medienbildung, 31 (März), S. 107–124, 2018, ISSN: 1424-3636. (Typ: Artikel | Abstract | Links | BibTeX)

Digital Natives” sagte man zu der Generation, die mit dem Internet und dem restlichen digitalen Kram aufgewachsen ist. Die sollen aber auch lernen, damit umzugehen, was die Medienpädagogik auf den Plan ruft. Die hat zwar schon oft gefragt, wie Lehrkräfte das aushalten und warum einige das auch gar nicht wollen, aber die Schülerinnen und Schüler standen selten im Fokus – die haben Smartphones, also wollen sie die auch nutzen. In der Studie wird das hinterfragt und siehe da: Betteridge’s Law gilt auch hier. Wir bewundern also weiterhin das Problem, denn eine allgemeine Aussage lässt sich hier aufgrund der vielen Einschränkungen nicht treffen. Aber für einen Gegenbeweis zu “Schulkinder wollen ihre Smartphones unbedingt im Unterricht einsetzen” reicht es allemal.

Tool+Alt+Entf: KaTeX

Da O gerade daran rumtüftelt, dass H5P auch mit mathematischen Formeln gut kann, ist er auf KaTeX gestoßen. Damit kann man Formeln sehr viel schneller rendern als mit MathJax (das andere Vorteile haben mag).

Hinweis und gute Nachricht: Wer aus dem kurzem Absatz nicht verstanden hat, worum es geht, braucht es eigentlich auch nicht.

Politik+Alt+Entf: Schleswig-Holstein goes Open Source

Das Land Schleswig-Holstein will mit seiner Verwaltung auf Open Source umsteigen – das hat der Kieler Landtag beschlossen. Das klingt super, aber beim Netzpolitischem Abend wurde auch dieser Satz des Beitrags hervorgehoben:

“Das zentrale IT-Management der Landesverwaltung soll demnach bis zum ersten Quartal 2020 berichten, ‘wie und in welchem Zeitfenster’ der Plan verwirklicht werden kann.”

Klar. Nach dem BER-Debakel sind wir ja alle etwas vorsichtig. Nicht schlimm, wenn es schneller geht.

Veranstaltungstipps

BldgAltEntf E006: “Man hat so lange ein Motivationsproblem bis man ein Zeitproblem hat”

avatar Anja Lorenz
avatar Oliver Tacke

Die Folge haben wir 23.07.2018 aufgenommen.

Intro & Feedback

Es ist offenbar sehr lange her, dass A und O zur Schule gegangen sind. Damals™ stellte man noch große Bücher zur Abschreibpräventation zwischen die Schülerinnen und Schüler, heute gibt es kaufbare Lösungen dafür, natürlich mit Erklärvideo (kein Affiliate-Link, keine Werbung … warum eigentlich nicht?).

Nachdem wir zunehmend hören, dass der Sound besser wird: wie ist es heute? A hat sich nämlich ein neues Mikrofon gekauft.

News+Alt+Entf

News+O

  • O berichtet noch einmal von der Erfahrung, wie es denn war, ganz alleine ohne A zu podcasten.
  • Außerdem war O wandern und war auf keinem Festival vor seiner Haustür.

MagnetO

News+A

  • Der Beitrag für den Synergie-Sonderband ist endlich fertig und wird sicher bald erscheinen!
  • Auf dem VFH-Symposium wurden A erneut die Nachteile frontaler Formate bewusst, die trotz sehr guter Vorträge (Bspw. von Stian Håklev zu FROG) weiterhin bestehen bleiben. Dafür war die Abschiedsfeier von Herrn Granow sehr schön.
  • A war auf dem OERcamp in Hamburg (davon hatte O ja schon in der letzten Episode berichtet) und hat zusammen mit Kai bei einer Veranstaltung der leider viel zu kurzen iwds18-Reihe etwas zu den Unterschieden von Ost- und Westdeutschen erzählt.
  • Wer sich für ePortfolio-Konzepte interessiert, kann sich das aus dem Projekt XPerts mal anschauen. Dazu war A auch auf einem Workshop.
  • Als A in Leipzig war hat sie sich auch den MakerSpace dort angeschaut und nimmt sich für die Zukunft vor, das öfter zu machen, wenn sie in anderen Städten ist.
  • Es gibt neue oncampus-Tattoos!

    Links: A auf dem OERcamp Hamburg, auf dem alle den Raketensticker besser fanden als das schnöde oncampus-Logo.
    Rechts: A mit den neuen oncampus-Tattoos.

Paper+Alt+Entf

Paper+O: “Bildung made in Hollywood”

Johnstone, Katelyn; Marquis, Elizabeth; Puri, Varun: Public pedagogy and representations of higher education in popular film: New ground for the scholarship of teaching and learning. Teaching & Learning Inquiry, 6 (1), 2018, ISSN: 2167-4787. (Typ: Artikel | Abstract | Links | BibTeX)

Die Studie untersuchte 11 US-Filme aus dem Jahr 2014, die mindestens teilweise an Hochschulen spielten und damit ein bestimmtes Bild von ihnen transportieren. Wiederkehrend wurden die drei Motive “Zweck höherer Bildung”, “Beziehungen zwischen Studierenden und ProfessorInnen” und das “Entstehen einer akademischen Identität” ausgemacht und näher untersucht.

Untersuchte Filme:

Paper+A: “Mut zur Lücke, Mädels!”

Haidinger, Gerald; Mitterauer, Lukas; Rimroth, Evelyne; Frischenschlager, Oskar: Lernstrategien oder strategisches Lernen? Gender-abhängige Erfolgsstrategien im Medizinstudium an der Medizinischen Universität Wien. Wiener klinische Wochenschrift, 120 (1-2), S. 37–45, 2007, ISSN: 1613-7671. (Typ: Artikel | Abstract | Links | BibTeX)

Heutiger Themenpate ist Matthias Andrasch. Er machte in einem Tweet auf eine Broschüre der Fernuni Hagen (PDF) zu Gender in der Lehre aufmerksam, die das Beispiel aus dem vorgestellten Paper aufgriff und schrieb, dass Frauen “mehrheitlich eine Lernstrategie des verstehenden Lernens” wählten und Männer “eher oberflächlich [lernten] und damit mehr Erfolg [hatten]”. In der Diskussion auf Twitter fragte Sönke Graf, wie in der Studie denn festgestellt wurde, ob die Männer tatsächlich weniger könnten als die Frauen. A hat sich die ursprüngliche Studie angeschaut. Hier hatte man die Studierenden vor der Prüfung in einem Fragebogen um eine Selbsteinschätzung gebeten, die schließlich mit den Prüfungsergebnissen verknüpft wurde.

Im Ergebnis waren männliche Studierende in der Selbsteinschätzung tatsächlich erfolgssicherer. Weibliche Studierende waren dagegen unsicherer, obwohl sie anders als ihre männlichen Kollegen im Semester eher mitlernten, sich als fleißig einschätzten und auch eher versuchten, Zusammenhänge herzustellen. Der Prüfungserfolg ließ sich allerdings weder auf vernetztes Lernen noch auf das Verstehen des Stoffes zurückführen (letzteres wurde aber in der Studie – anders als in der Hagener Broschüre geschrieben – nicht als signifikant weibliche Eigenschaft bestätigt). Die Ergebnisse ließen dabei vor allem an der Prüfung selbst zweifeln (wie Matthias das in seinem Tweet bereits getan hatte).

OER+Alt+Entf

Matthias Andrasch (schon wieder) sucht nach Alternativbegriff für “Open”, weil da alle bloß kostenlos raushören würden. Free/Frei? Open? Libre? Oder passt das alles so…?

Tool+Alt+Entf

Mit Matthias Andrasch zum Dritten wird es wirklich Zeit, dass wir in diesem Podcast endlich auch einmal auf das OERhörnchen hinweisen, das Matthias entwickelt hat: eine Metasuchmaschine für freie Bildungsmaterialien.

Politik+Alt+Entf

Kleiner Nachschlag zur Urheberrechtsreform

O hat in der letzten Episode über den Entwurf zur Urheberrecht im europäischen Parlament (PDF) gesprochen. Dieser ist glücklicherweise erst einmal abgelehnt worden, wird aber im September aber erneut vorgelegt und abgestimmt, wir sollten also weiterhin dran bleiben, zum Beispiel hier oder direkt über Julia Reda.

O wollte noch einmal betonen, dass die EU über eine Richtlinie abstimmt, die von jedem Land anschließend noch in nationales Recht gegossen werden muss. Außerdem muss in Deutschland hinterfragt werden, inwiefern der §60a UrhG eine Schranke (und damit eine Ausnahme) für Wissenschaft und Lehre sein wird. Gerade für wissenschaftliche Artikel und Abbildungen könnte hier (unterhalb der 15%-Grenze) eine Ausnahme möglich sein. Nach Artikel 4 des neuen Entwurfs werden Bildungseinrichtungen zwar aus Artikel 11 (Leistungsschutzrecht) ausgenommen, nicht aber aus dem in Artikel 13 beschriebenen “Uploadfilter”. Und in anderen EU-Ländern kann es sein, dass es bisher keine Ausnahmen für den Bildungsbereich gibt und es daher eine gute Idee wäre, das explizit in der Novelle auch für Uploadfilter zu berücksichtigen.

Das Bündnis freie Bildung sieht Upload-Filter ebenfalls als Problem, sofern es keine Ausnahme geben wird.

Algorithmen und andere komplizierte Wörter

Laut einem Artikel im Tagesspiegel hat sich Bundesbildungsministerin Anja Karliczek für eine weniger komplizierte Sprache in der Wissenschaft ausgesprochen, dann aber unglücklicherweise den Begriff “Algorithmus” als ein Beispiel für einen viel zu schweren Fachbegriff herangezogen (und damit schon ein wenig auf den geringen Bildungsstand zu digitalen Themen in Deutschland hingewiesen). Die Schlussfolgerung, dass man deswegen die Wissenschaftskommunikation stärker fördern musste, fehlte dann leider (das haben dann aber andere nachgeholt).

Auch die Betonung des Transfers fanden wir etwas unglücklich, denn auch Grundlagenforschung ist wichtig, nicht nur die direkte (monetäre) Verwertbarkeit.

Predatory Journals

Im Rahmen einer NDR-Doku wurde “aufgedeckt”, dass auch viele deutsche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in sog. Raubverlagen publiziert haben und auf diese “hereingefallen sind”.

Wir haben in einem schnellen Brainstorming überlegt, woran man solche Journals erkennt (und diskutiert, wo überhaupt das Problem dabei liegt):

  • Die Mails mit Werbung für Journals und die Bitte zur Veröffentlichung sehen aus wie Spam, sind in einer seltsamen Schriftart geschrieben und die Anrede ist z. T. falsch.
  • Es werden Studien gelistet, die auf den Seiten der Autorinnen und Autoren nicht gelistet werden.
  • Das Journal wirbt damit, dass das Paper Open Access veröffentlicht wird, lässt sich aber eine exklusive Lizenz einräumen.
  • Das Journal taucht in einer Predatory-Journal-Liste auf, bspw. hier oder hier.

Wer Lust hat, darf natürlich den Spieß auch umdrehen und die Predatory Journals auch trollen, z. B. mit so etwas, dass ohne Blick auf den eingereichten Beitrag glatt durchgeht:

Veranstaltungstipps

Hausmeisterei

Wir freuen uns wie Bolle: wir sind jetzt Mitglied im wisspod-Netzwerk! Dort gibt es die tollsten Wissen{schaft}spodcasts – und uns 🙂

dunkles Logo von WissPod

BldgAltEntf E005: “Talk ohne Anja”

avatar Oliver Tacke

Die Folge haben wir am 13.07.2018 aufgenommen.

Intro & Feedback

Unser Intro haben wir mal wieder dreist abgekupf… remixed! Diesmal bei Talk ohne Gast, dem Satirepodcast mit Moritz Neumeier und Till Reiners.

Feedback gab’s wieder zum Ton. Vielleicht ist er diesmal gut 🙂

News+Alt+Entf

A ist im Urlaub, und muss später berichten. O hat sich in Deutschland in beim OER-Camp in Hamburg getummelt und sich mit Teilen des Stud.IP e.V. in Hildesheim getroffen. Außerdem hat er kurz vor knapp noch ein Nanodegree-Programm bei Udacity abgeschlossen und seinen Artikel für das JFMH17 fertiggestellt — oder was man so nennen könnte.

Paper+Alt+Entf

Paper+O: “Leichte Fernseher und schwere Zeitungen: Vom Winde verweht”

Schwab, Frank; Hennighausen, Christine; Adler, Dorothea C; Carolus, Astrid: Television Is Still “Easy” and Print Is Still “Tough”? More Than 30 Years of Research on the Amount of Invested Mental Effort. Frontiers in Psychology, 9 (1098), S. 1-17, 2018, ISBN: 1664-1078. (Typ: Artikel | Abstract | Links | BibTeX)

Im Paper geht es um die Theorie rund um den/die/das “amount of invested mental effort” und was daraus geworden ist. Sie wird zwar noch ab und an zitiert, aber ist im Prinzip nie genutzt worden — hat aber immerhin Einzug in verschiedene Wissenschaftsfelder gehalten und ist in anderen Konzepten aufgegangen.

Tool+Alt+Entf: H5P Dictation

O berichtet von seinem neuen Content Type H5P Dictation, mit dem man — wer hätte es gedacht — Diktate virtuell abbilden kann. Ist fertig und wartet nun auf die Begutachtung des Quelltextes und die Prüfung auf Barrierefreiheit.

Politik+Alt+Entf: Uploadfilter in der Bildungslandschaft

Es gibt da diesen Vorschlag zur Reform des Urheberrechts in Europa. Der enthält einen Artikel 13, der Uploadfilter vorsieht, wenn Diensteanbieter der Informationsgesellschaft große Mengen der von ihren Nutzern hochgeladenen Werke speichern oder öffentlich zugänglich machen. O lässt dazu seinen juristischen Laiengedanken ihren Lauf und überlegt, was das für die Bildungswelt bedeuten könnte — sofern es keine weiteren Regelungen gibt.

Der Artikel 13 ist gerade vom Rechtsausschuss durchgewinkt worden, aber das EU-Plenum hat ihn noch einmal gebremst. Danke dafür an Julia Reda! Ist aber noch nicht vorbei! Am 12. September wird über Änderungsanträge abgestimmt. Hilf auch du vorher mit, unser Internet zu retten! Falls du dazu noch mehr Input zum Entscheiden brauchst, hör doch in den Debattenpodcast von Sascha Lobo rein.

Veranstaltungstipps

BldgAltEntf E004: “Auch der stille Ort kann ein #dritterOrt sein”

avatar Anja Lorenz
avatar Oliver Tacke

Die Folge haben wir am 12.06.2018 aufgenommen.

Intro & Feedback

A und O waren im Kino (natürlich beide jeweils für sich, denn es liegen immer noch gut 1.800 km zwischen Lübeck und Tromsø) und können Deadpool 2 sehr empfehlen. Wer den noch nicht gesehen hat, sollte das tun und wird dann auch verstehen, an welche Szene das Intro dieser Episode erinnern soll. (Danke auch an Kai für den akustischen Gastauftritt)

Es gab wieder nettes und konstruktives Feedback: Danke! An der Tonqualität arbeiten wir beständig weiter.

News+Alt+Entf

News+O

  • O hatte Besuch und war mit ihm in der norwegischen Natur (eine Kommilitonin von der großartigen Mai Thi Nguyen-Kim). Was in der Episode ungeklärt blieb, aber A nachträglich noch recherchiert hat: Die intensive blaue Farbe des Blåvatnet ist laut dieser Seite auf die vielen Schlickpartikel zurückzuführen, die mit dem Schmelzwasser des Lenangsgletschers in den See gelangen.
  • In Tromsø ist es weiterhin “etwas frisch”, es hat sogar noch einmal kurz geschneit. Im Juni.
  • Joubel hat es pünktlich geschafft, H5P für die DSGVO zu pimpen. Darüber hat O sich sehr gefreut, denn es gab Kekse und Eis. Fast wie damals™ in Lübeck. Man kann das alles hier für die Plattform und hier für die PlugIns nachlesen.
  • Zusammen mit A war er zu Gast im efiTalk, veranstaltet von Herbert Schmidt. Thema war H5P 🙂

News+A

  • A hat den VideoMOOC für Schülerinnen und Schüler “betreut”. Das ist schön mit anzusehen, aber die Jugend von heute löst viel zu viele ihrer Probleme einfach selbst.
  • Auch A hat ihren eigenen Blog soweit DSGVO-konform umgebastelt (glaubt sie). Sie hatte noch ein paar Blogs auf wordpress.com gehostet, die hat sie erst einmal auf privat gesetzt.
  • A war in Leipzig und in Hattingen, um dort an den jeweiligen OERCamps teilzunehmen (also Ost und West). Sie hat dort jeweils einen H5p-Workshop gegeben, in Leipzig zudem eine Session zur Einführung in Twitter angeboten. Mit einem eher kritischen Tweet hatte sie sich spontan dafür qualifiziert, in einer der nächsten Episoden des zugehOERt-Podcasts aufzutreten (das dauert vermutlich auch noch). Durch die Session von Nele Hirsch hat sie zudem von der Webseite https://www.dritte-orte.de/ erfahren und findet die Diskussion zu Lern- und Begegnungsorten “woanders” sehr spannend und verfolgenswert (und es hat überhaupt nichts mit der PS2 zu tun).
  • Sie hat für ein Laserprojekt erstmalig und endlich mit ihren Rasberry Pis gebastelt und ist sehr begeistert. Wenn sie es schafft und ein Tutorial(video) verfasst, dann wird dieser Text hier zu einem Link dazu noch ausgetauscht.
  • Zur Unterhaltung kann sie Tino Bomelino empfehlen. Der ist live sehr lustig, aber anders als von A und O vermutet, war er doch noch nicht bei Talk ohne Gast nicht zu Gast.

Paper+Alt+Entf

Paper+O: “Einfacher gesehen als getan”

Kardas, Michael; O’Brien, Ed: Easier Seen Than Done: Merely Watching Others Perform Can Foster an Illusion of Skill Acquisition. Psychological Science, 29 (4), S. 521-536, 2018. (Typ: Artikel | Abstract | Links | BibTeX)

Im Paper wird festgehalten, dass wiederholtes Sehen von Videos über praktische Fertigkeiten zu einer Kompetenzillusion bei denen führen kann, die sich die Videos anschauen. Sie würden glauben, sie könnten die Fertigkeiten selbst gut ausführen, allerdings ist dem nicht so.

Der wesentliche Effekt ist eine Überschätzung, da (vermutlich) das Gesehene beim x-ten Wiederholen antizipiert wird, die Sehenden wissen, was kommt, und daher den Eindruck haben, das wäre einfach.

Paper+A: “Wiederholen hilft gegen das Vergessen. Wiederholen hilft gegen das Vergessen”

MacLeod, Sydney; Reynolds, Michael G; Lehmann, Hugo: The mitigating effect of repeated memory reactivations on forgetting. npj Science of Learning, 9 (3), 2018, ISSN: 2056-7936. (Typ: Artikel | Abstract | Links | BibTeX)

Je mehr Zeit vergeht, desto mehr vergisst man, was man sich zuvor eingeprägt hat. Durch Wiederholung kann man das Vergessen verringern. Wenn man nicht relevante Dinge wiederholt oder gar nicht wiederholt, dann vergisst man mehr, als würde man den Lerngegenstand selbst wiederholen oder auch bestimmte Eigenschaften und Details davon. In dem Paper werden die Experimente, die zur Untersuchung dieses Sachverhalts durchgeführt werden, sehr genau beschrieben und die Ergebnisse gegenübergestellt.

OER+Alt+Entf: Lücken(haftes)-Lernen?

Der H5P-Kurs von Nele Hirsch ist auf oncampus.de umgezogen (A freut sich darüber sehr). Als Nele das auf Twitter verkündet hatte, startete darauf hin eine Diskussion um Sinn und Unsinn von Multiple Choice und Lückentexten. O (und auch A) sind sich einig, dass diese Aufgabenformen nicht der heißeste Scheiß sind (das sind sie nicht), aber die pauschale Verteufelung dieser Aufgabentypen finden sie mindestens ebenso fraglich.

O hat dafür nicht nur Argumente, sondern auch einige Studien zusammengetragen (eher zur Unterstreichung, weder vollständig noch allumfassend):

MacLeod, Sydney; Reynolds, Michael G; Lehmann, Hugo: The mitigating effect of repeated memory reactivations on forgetting. npj Science of Learning, 9 (3), 2018, ISSN: 2056-7936. (Typ: Artikel | Abstract | Links | BibTeX)
Wiemeyer, Josef: Die eigene Lehre erforschen – Lohnt sich der Aufwand?. eleed, 12 (2), 2018, ISSN: 1860-7470. (Typ: Artikel | Abstract | Links | BibTeX)
III, Henry Roediger L; Putnam, Adam L; Smith, Megan A: Chapter One - Ten Benefits of Testing and Their Applications to Educational Practice. Mestre, Jose P; Ross, Brian H (Hrsg.): Psychology of Learning and Motivation, 55 , S. 1–36, Academic Press, 2011, ISSN: 0079-7421. (Typ: Buchkapitel mit eigenem Titel | Abstract | Links | BibTeX)
Foster, David; Miller, Harold L: A new format for multiple-choice testing: Discrete-Option Multiple-Choice. Results from early studies. Psychology Science Quarterly, 51 (4), S. 355–369, 2009, ISSN: 1866-6140. (Typ: Artikel | Abstract | Links | BibTeX)

Tool+Alt+Entf: Kleine Spielereien – your mind will follow

Schon wieder Nele Hirsch: sie hat auf dem OERCamp West in Hattingen diese coolen kleinen Tools vorgestellt. A hat zwar noch keinen konkreten Einsatzfall, aber das kann schneller kommen, als man so denkt:

  • Mit Twine kann man schnell und mit einer einfachen Syntax Hypertextseiten erstellen und als HTML herunterladen. Falls man nicht weiß, wo man diese Seiten hosten soll, wäre philome.la eine mögliche Option.
  • Auf telegra.ph kann man schnell eine Webseite erstellen, die dann via Deep-Link erreichbar ist.

Politik+Alt+Entf: Kleine Anfrage zu OER?

Open-Science-Radio berichtet in Episode 125 von der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage zum Thema “Förderung von Open Access in der Wissenschaft und Umsetzung der OpenAccess-Strategie des Bundeministeriums für Bildung und Forschung”. Darunter waren sehr kluge und herausfordernde Fragen wie “In welcher Form genau hat das BMBF eine Open-Access-Klausel für seine Projektförderung aufgenommen?”

Sollte es nicht so etwas auch für OER geben? Immerhin steht es im Koalitionsvertrag. A und O haben noch keine Ahnung, wer eine kleine Anfrage zu OER stellen darf, aber dieses Problem kann man schnell beseitigen.

Wenn Ihr Lust habt: Hier sammeln wir Informationen und Ideen dafür.

Veranstaltungstipps

BldgAltEntf E003: “Demnächst auch auf Kassette (???)”

avatar Anja Lorenz
avatar Oliver Tacke

Die Folge haben wir am 16.05.2018 aufgenommen.

Intro & Feedback

Das Intro haben wir bei Lethal Weapon 2 geklaut. A muss den Film mal schauen (so ganz dunkel erinnert sie sich, aber da der Film in der BRD im September 1998 erschien, war sie damals ohnehin zu jung dafür und lebte zudem in einem anderen Land).

Wir danken den tollen Kommentaren, die uns in dieser Woche vor allem nichtöffentlich erreicht haben (E-Mail, Telefon… ). Wowo mag unsere Stimmen, Julian findet Kapitelmarken gut… die Features stimmen offenbar fast alle – bis auf unsere nicht vorhandene Präsenz auf iTunes. Offenbar suchen einige Podcatcher (oder sollte man dann einfach “iTunes-Player” sagen?) nur dort. Wir weisen daher gern noch einmal auf unsere Seite hin, auf  der Ihr auch die Feeds zum Abonnieren findet.

Achja, und A schämt sich ein wenig für den Fehler im Logo (ey, da ist nur ein Wort drauf… 100% Fehlerquote ist sowas von durchgefallen). Bitte sagt uns, wenn irgendwo noch eine falsche Version vergessen wurde /o\.

News+Alt+Entf

News+A+O

A und O haben sich in Delft auf der OE Global 2018 getroffen.

O war dort, um den Open Education Global Award for Excellence 2018 in der Kategorie “Free and Open Source Software (FOSS) for Education” im Namen der H5P-Community entgegenzunehmen.

A hatte dort mit 4,5 Beiträgen ein fast zu volles Programm. Sie fand die Keynote von Annemies Broekgaarden (Head of Public & Education des Rijksmuseums im Amsterdam) großartig (und auch, dass es eine Videoaufzeichnung gibt).

News+O

  • O hat vor allem viel programmiert, denn für Joubel und H5P gibt es immer viel zu tun.
  • Aber er will unbedingt noch sein Paper für den JFMH17-Tagungsband fertig schreiben.

News+A

  • A hat ihren Konferenzmarathon mit der #oerUlm vorerst abgeschlossen.
  • Seit ihrem Besuch im Musical “Mary Poppins” (kein Affiliate-Link) laufen die Ohrwürmer daraus in Dauerschleife. Die Inszenierung ist super!
  • Sie hat in Potsdam einen Workshop zu H5P gegeben.
  • Sie hat sich mal wieder Zeit für eine Weiterbildung genommen – und nicht bereut. Science-Slammer (achja, und Wissenschaftler/PD/Neuroinformatiker) Amir Madany Mamlouk hatte unter dem Titel “How to slam science” einen sehr intensiven Workshop rund um Präsentationstechniken und vor allem Storytelling angeboten.
  • Außerdem ist sie froh, dass sie es pünktlich zu dieser Aufnahme geschafft hat, denn in Lübeck waren durch einen Kurzschluss im Umspannwerk Stockelsdorf fast vier Stunden Strom- und Mobilfunknetz tot. Bei oncampus hat man natürlich trotzdem weiterarbeiten können… anders halt.

Paper+Alt+Entf

Paper+O: “Wie man aus Pipi Eisen macht”

Bicen, Huseyin; Kocakoyun, Senay: Perceptions of Students for Gamification Approach: Kahoot as a Case Study. International Journal of Emerging Technologies in Learning (iJET), 13 (2), 2018, ISSN: 1863-0383. (Typ: Artikel | Abstract | Links | BibTeX)

Im Beitrag geht es darum, wie Studierende den Einsatz von kahoot in einer “umgedrehten” Vorlesung finden. Dass der Einsatz eines solchen Audience-Response-Systems erst einmal gar nicht blöd ist, haben wir in Episode 1 einem Artikel entnommen. Wenn man das noch mit der ominösen Gamification paaren würde, die vielleicht doch nur aus übergestülpten Punkten, Badges und Ranglisten besteht? Steckt tatsächlich mehr dahinter, und wer wissen will, wie Spieledesigner ticken, sollte sich CRE 162 über Brettspiele anhören. Ach, ja: O bezweifelt die Qualität des Artikels, darum der Titel. Schaut rein und kommentiert gerne!

Paper+A: “Die Wissenschaft braucht mehr Let’s Plays”

Khalil, Mohammad; Wong, Jacqueline; de Koning, Björn; Ebner, Martin; Paas, Fred: Gamification in MOOCs: A Review of the State of the Art (Draft). Proceedings of the 2018 IEEE Global Engineering Education Conference, S. 1635–1644, Santa Cruz, Tenerife, Canary Islands, Spains, 2018. (Typ: Inproceedings | Abstract | Links | BibTeX)

Bei Let’s Plays schaut man Gamern wie Gronkh oder international auch PewDiePie (dem meistabonnierten privaten Kanalbetreiber auf YouTube) beim Spielen über die Schulter. Die Ergebnisse dieses Literaturreviews zeigen, dass auch Wissenschaftler noch mehr schauen sollten, ob und wie Menschen in MOOCs durch Gamification-Elemente motiviert werden.

Tool+Alt+Entf: Schwedische Algorithmen

Nach einem bekannten Vorbild hat Sebastian Morr aka @blinry auf IDEA Instructions viele grundlegende Algorithmen visualisiert (CC BY-NC, damit nicht ganz offen, aber bspw. in der Hochschullehre einsetzbar).

Politik+Alt+Entf: Mythos Lehrermangel

Kai Obermüller hat Lehramt für die Sekundarstufe II in den Fächern Mathematik und Chemie studiert. Das erste Staatsexamen hat er in der Tasche, aber seit über 2 Jahren wartet er in Schleswig-Holstein auf einen Platz im Vorbereitungsdienst (Referendariat). Er hat über FragDenStaat Statistiken über die aktuelle Situation an den Schulen in Schleswig-Holstein angefordert, die man auf seinem Blogartikel genauer nachlesen kann.

tl;dr

465 Referendariatsplätze standen am 01.02.2018 eine Bewerberzahl von 1216 gegenüber. Genauer gesagt: für jede Person, die eingestellt wird, sitzen 1,6 weiter Menschen nach etwa 5 Jahren Studium zu Hause und müssen die Zeit bis zum nächsten Einstellungstermin überbrücken. Dabei werden aktuell 502 Vollzeitstellen durch Aushilfslehrkräfte kompensiert und dennoch fallen über 7,9% aller Schulstunden aus oder müssen vertreten werden.

Veranstaltungstipps

Was demnächst passiert

O wird…

  • den Norwegischen Nationalfeiertag am 17.05. begehen,
  • den JFMH17-Artikel fertigstellen,
  • das OERCamp Nord besuchen und
  • ansonsten viel für H5P und Joubel arbeiten (für wen auch sonst).

A wird…

  • die OERCamps Ost, West und Nord besuchen und
  • mit dem VFH-Symposium den Abschied von ihrem Chef Rolf Granow feierlich begehen (und trotzdem froh sein, dass er noch ein paar Wochen bleibt).

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