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BldgAltEntf E009: “Bring-Your-Own-Topf”

avatar Anja Lorenz
avatar Oliver Tacke

Die Folge haben wir am 18.10.2018 aufgenommen.

Intro & Feedback

So kurz vor der Zweistelligkeit ist es für uns umso wichtiger, Euer Feedback schonungslos und knallhart zu analysieren:

Martin hat uns Hoffnung gegeben, dass der Ton des Podcasts auf einem akzeptablen Level ist. Außerdem wird A die Domain https://call-a-olli.com registrieren lassen, damit auch andere Menschen mit O über Bücher sprechen können (Martin hat „The Future of the Professions: How Technology Will Transform the Work of Human Experts“ von Richard E. Susskind und Daniel Susskind empfohlen). Auf dem EduCamp haben Mario und André nette Sachen über unseren Podcast gesagt, u.a. dass sie es gut finden, wenn wir anderen das Studienlesen abnehmen.

News+Alt+Entf

News+O

  • O hat sich einen Fitness-Tracker gekauft. Auf Strava kann man ihm beim Laufen (oder nicht Laufen) zuschauen (wie damals aus Versehen auch der Bundeswehr).
  • O hat offenbar in den letzten Monaten kaum richtig gearbeitet, weil er erst jetzt Club Mate in Tromsø gefunden hat.
  • Mit seinem Team war O in einem Escape Room, offenbar gibt es so etwas auch in Tromsø.
  • Ansonsten gibt es nicht allzu viel dort, denn O jammert (schon wieder) darüber, dass dort alles echt sehr klein und kaum etwas los ist.
  • Weil O nicht so viel erzählen kann, schlägt A vor, auch über Serien und Filme zu sprechen, aber das überlassen wir vielleicht dann doch den „Kollegen“ von SBS.

News+A

Paper+Alt+Entf

Paper+O: Taugt das auch was zum Lernen? Kreuze an: Ja, nein, vielleicht

Butler, Andrew C: Multiple-Choice Testing in Education: Are the Best Practices for Assessment Also Good for Learning?. Journal of Applied Research in Memory and Cognition, 7 (3), S. 323–331, 2018, ISSN: 2211-3681. (Typ: Artikel | Abstract | Links | BibTeX)

Der Autor hat sich Empfehlungen für das Erstellen von Multiple-Choice-Tests angesehen und geprüft, ob sie sich für den Zweck des Testens oder den Zweck der Lernförderung decken. Die Frage steckt schon im Titel des Beitrags. Und Betteridge’s Law führt diesmal in die Irre.

Paper+A: Autodidaktisches Rumklicken

Blackler, Alethea L; Gomez, Rafael; Popovic, Vesna; Thompson, Helen M: Life Is Too Short to RTFM: How Users Relate to Documentation and Excess Features in Consumer Products. Interacting with Computers, 28 (1), S. 27–46, 2016, ISSN: 0953-5438. (Typ: Artikel | Abstract | Links | BibTeX)

Wir haben es alle schon lange geahnt: Menschen lesen keine Anleitungen. Genau das bestätigt auch diese Studie. Und das gilt vor allem dann, wenn etwas viele Funktionen hat – und das auch dann nicht, wenn man vermutet, dass die benötigte Hilfe in der Anleitung zu finden ist. Das sollte man wissen, wenn man Dinge entwickelt und Anleitungen schreibt.

Das fand das Ig Nobel Board of Govenors witzig und bedenkenswert und zeichnete die Studie daher mit dem Ig-Nobelpreis 2018 in der Kategorie „Literatur“ aus. Daher hat A zur Sendungsvorbereitung auch die Aufzeichnung der Preisverleihung geschaut (direkt zum Literaturpreis springen). Wem die (dank Miss Sweetie Poo eher kurzen) Preisvergaben doch etwas zu lang sind, kann sich von Mark Benecke einen kurzen Überblick geben lassen.

OER+Alt+Entf

Marco Kalz hat auf der GMW 2018 in seiner Keynote gefragt, ob die Bildungswissenschaft in die Rechtswissenschaft abdriftet, und später auch gemeint, dass die Open-Education-Bewegung primär der Open-Education-Bewegung nützt und erst sekundär den Lehrenden und Lernenden. Dazu gab es verschiedene Reaktionen, u.a. im Rückblick von Alexander Sperl, von Nele Hirsch auf Twitter und von Michael Kopp im FNMA-Magazin 03/2018.

Fundgrube+Alt+Entf

Projekte, Tools, Apps… das sind doch bürgerliche Kategorien. Wir packen einfach alles in die Fundgrube:

  • Mit Sinerider* kann man sein Verständnis für mathematische Funktionen schulen, weil man einen kleinen Schlitten steuern will.
  • HackMD* ist das Etherpad „in schön“ weil mit Markdown-Unterstützung. Als CodiMD kann man es wohl selbst hosten.
  • Auf paralleltext.io* kann man Bücher lesen, um seine Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern.
  • A empfiehlt die Dokumentation „Schule von Morgen“ auf Arte.
  • …und wer nicht bis zur nächsten Folge BldgAltEntf warten möchte und/oder eigentlich nur wegen H5P bis hier hin gekommen ist und/oder uns im Gespräch mit Jöran und Nele hören will, kann sich die neue Folge des zugehOERt-Podcasts anhören, die im Juni auf dem OERCamp Nord aufgenommen worden ist.

Von den mit * markierten Tools hat A über Nele Hirsch erfahren. Wir weisen daher ausdrücklich auf ihren tollen Newsletter hin.

Veranstaltungstipps

BldgAltEntf E008: “Wortfindungsstörungen in der Fundgrube”

avatar Anja Lorenz
avatar Oliver Tacke

Die Folge haben wir am 19.09.2018 aufgenommen.

Intro & Feedback

Wir bewegen uns unterhalb des Radars der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien – noch! Aber sicher würde Manfred Spitzer auch eine Studie finden, welche die Schädlichkeit von Podcasts “beweist” (der Versuchsaufbau wäre vermutlich so, dass schwedische Wissenschaftler [sic!] einer Hand voll ägyptischer Kinder Kopfhörer aufsetzen, über die “Atemlos” von Helene Fischer läuft, und die Kinder konnten hinterher nicht einmal den Refrain wiederholen – und das wäre dann ausreichend ähnlich …).

Wir freuen uns, dass Mario sich freut, dass dieses dreiste MInkorrekt-Plagiat, das wir “unseren Podcast” nennen, auch im Bildungsbereich funktioniert. David hat das offenbar nicht gewusst (also, dass wir das Format nur abgekupfert haben) und uns bei seinem ersten Paper-Review-Video als Inspiration genannt – da haben wir doch alles richtig gemacht! Grüße und Dank gehen auch raus an unsere Kollegin Claudia – und Matthias hat uns noch mit Lesefutter zu LiMux, dem gescheiterten Open-Source-Software-Projekt in München versorgt. Danke auch hierfür!

News+Alt+Entf

News+O

  • O jammert wieder rum, weil er arbeiten muss und es viel Arbeit gibt und die ihm trotzdem Spaß macht – er jammert also darüber, dass er Spaß hat. A versteht das. Es ist ein hartes Leben, aber wir kommen irgendwie durch.
  • O hatte mit seltsamen Usern für den Support zu tun. A hat sich davon vor allem gemerkt, dass die Accounts und der Space auf https://h5p.org/ nur zum Experimentieren gedacht sind. Sie muss das jetzt auf Workshops anders erzählen.
  • Obwohl Norwegen sehr viel mehr Berge hat als Lübeck, geht O wieder regelmäßig laufen und entdeckt die Spielereien von Strava. Dort könnt ihr ihn auch stalken. Dafür hat er es noch nicht geschafft, mal wieder zum Karate zu gehen.
  • Ganz kurz haben wir auch die politischen Entwicklungen in Deutschland angerissen und über eigene und fremde Filterblasen gesprochen.
  • Wusstet Ihr, dass die Special Effects von Filmen nicht mehr soooo überzeugend sind, wenn man die Filme erst 21 Jahre nach ihrer Veröffentlichung schaut? O hat das für Euch getestet und endlich Titanic gesehen!

News+A

  • Mit dem Sommer war es Zeit für ein Team-Event in der Abteilung von A und sie war (seit 13 Jahren das erste Mal) mal wieder in einem Freizeitpark.
  • A war bei der Mittwochsbildung, als Karin Prien (Bildungsministerin von Schleswig-Holstein) sehr diplomatisch gesagt hat, dass es für mehr Referendariatsplätze leider kein Geld gibt (siehe auch E003 und E007).
  • Für ein gemeinsames Projekt wurde eine Klausuraufsicht für einen Kiron-Studi gesucht, das lag durchaus im Kompetenzbereich von A. (Dann haben sich A und O von früher™ erzählt, als sie noch richtige Klausuraufsichten hatten … es gibt ja zur Not Kapitelmarken.)
  • A arbeitet seit 01.09.2018 an der Technischen Hochschule Lübeck, weil das der neue Name der Fachhochschule Lübeck ist. Sie hätte sich gewünscht, dass es im Rahmen der Umbenennung eine neue CI gegeben hätte, wenn man ohnehin schon jedes Logo anfassen und austauschen muss. Vielleicht nächstes Jahr dann.
  • Bei der DeLFI-Tagung hat A leider einen sicher großartigen Workshop zu digitalen Zertifikaten verpasst, weil sie auf der Digitalen Woche Kiel einen Beitrag zu OER bei einem Open-Data-Abend hatte. Dabei hat sie selbst auch viel gelernt, u. a. was ein Gelehrtenverzeichnis ist und dass man das braucht, damit Straßen nicht nach Nazis benannt sind, oder wie alle dabei helfen können, Plankton auf Fotos zu bestimmen.
  • Schließlich war A noch auf der Maker Faire in Hannover und hat noch gar nicht alles verarbeitet, was es dort zu sehen gab. Highlights waren sicher Pappmeister, der twitternde GameBoy-Selfie-Apparat, das YouTuber-Panel, Nintendo Labo… und alles andere auch.

Game-Boy-Selfie

Paper+Alt+Entf

Paper+O: “Man kann es ja nicht oft genug sagen!?”

van der Zee, Tim; Reich, Justin: Open Education Science. AERA Open, 4 (3), S. 1–15, 2018. (Typ: Artikel | Abstract | Links | BibTeX)

Auch die Bildungswissenschaften können von mehr Öffnung in allen Abschnitten eines Forschungsvorhabens profitieren – meinen die Autoren. Forschungsdesigns könnten bereits publiziert und begutachtet werden, um frühzeitig Fehler zu entdecken. Veröffentlichte Daten würden helfen, Ergebnisse zu replizieren – oder auch nicht. Was daran wirklich neu oder sooo besonders für die Bildungswissenschaften ist, bleibt leider offen.

Christian Spannagel hat mal was zum Vergleich von Forschungsergebnissen in der Bildungswelt geschrieben: “Kann man Äpfel mit Birnen vergleichen“.

Paper+A: “Effiziente Prozesse bestrafen sorgfältige Erstlingswerke”

Wolters, Christian; Flegel, Nadine; Herczeg, Michael: Entwicklung einer effizienten Integrationslösung zur Bereitstellung von Vorlesungsfolien in hochschulischer Präsenzlehre. Gesellschaft für Informatik e.V., Bonn, 2018, ISBN: 978-3-88579-678-7. (Typ: Konferenzbericht | Abstract | BibTeX)

Lernmanagementsysteme (LMS) wie moodle sind in der Hochschullehre auch mal gern als PDF-Schleudern verschrien (sagen auch andere). Hier laden Dozierende ihre “Skripte” hoch, also die Präsentationsfolien aus den Vorlesungen. Das passiert mal vor, mal nach der Veranstaltung. Manchmal fallen in der Veranstaltung noch Fehler auf, die man beheben muss, was aber auch dazu führt, dass man das PDF noch einmal hochladen muss. Das ist mühsam und umständlich, deshalb haben die Autor*innen ein integriertes System implementiert und evaluiert, damit das besser flutscht– allerdings werden auch damit die PDFs nur schneller geschleudert.

NEU! Fundgrube+Alt+Entf

Projekte, Tools, Apps… das sind doch bürgerliche Kategorien. Wir packen einfach alles in die Fundgrube:

  • In diesem Beitrag (Danke an Hörer Martin für den Tipp) wird über die Hochschule der Zukunft diskutiert. Für “alte Hasen” nix Neues (und man muss die Falschaussagen zur Hattie-Studie kurz überwinden), aber interessant ist es allemal und O ist nun Fan von Jürgen Kaube.
  • Jöran MM hat erklärt, warum man das Lernen mit digitalen Medien gut mit Pinguinen erklären kann, Christian Füller hat seinen Senf dazu gegeben.
  • Durch einen Blogbeitrag von Nele Hirsch (ja, die schon wieder) hat A WebJets.io ausprobiert und findet, dass das eine tolle Lösung ist – sie weiß nur noch nicht für welches Problem.
  • Im großartigen Roman Qualityland (dunkle Ausgabe, was sonst) hat A vom Jevons’ Paradoxon gelesen. Das sind zwei Tipps auf einmal: Lest das Buch und merkt Euch das Paradoxon, falls es beim nächsten Smalltalk mal nicht so läuft #mindblowing (naja, aber ist schon ok). Beim Shownotes-Schreiben gelernt: mit dem Kauf des Buches unterstützt man auch Digitalcourage e.V. (das sind die vom Big-Brother-Award).

Politik+Alt+Entf: #TeamJoeran

In der Sendung “Hart aber Fair” vom 10.09.2018 hat sich Jöran MM (im Rahmen der Möglichkeiten, die ihm das Format gegeben hat) ganz passabel gegen Manfred Spitzer geschlagen. Ohne Google ist es natürlich schwer, die Behauptungen von Spitzer schnell zu widerlegen, wie etwa, dass Smartphone-Sucht als Krankheit anerkannt sei (tatsächlich gilt das nur für die Computerspielsucht). Man muss den Beitrag nicht sehen, aber wenn, dann sollte man das Spitzer-Bingo von O dazu nehmen, das macht es leichter.

Veranstaltungstipps

BldgAltEntf E007: “Norwegen-Sperma”

avatar Anja Lorenz
avatar Oliver Tacke

Die Folge haben wir 22.08.2018 aufgenommen.

Intro & Feedback

Na gut, ok, das Intro zur Folge NullNullSieben war so naheliegend … Hoffentlich verschreckt das nicht die neue Zuhörerschaft, die der Nicolas von Methodisch Inkorrekt gesendet hat – vielen lieben Dank für die Empfehlung! Menschen, die diesen Podcast gehört haben, sagten auch:

“Zu Euch kann man genauso gut einschlafen, wie zu Methodisch Inkorrekt.”

… und wir hoffen, dass das etwas Gutes ist.

News+Alt+Entf

A und O vor der Lübecker Altstadt

O hat — modisch inkorrekt — Urlaub im Süden gemacht, da war eine kurze A+O-Reunion Ehrensache.

News+O

  • O hatte Besuch: 50% vom Feierabendbier Open Education waren in Tromsø.
  • Danach hat er Urlaub “in den Subtropen” gemacht (the Norwegian Perspective) und war hier in Deutschland – unter anderem auch kurz in Lübeck. Wie so ein Touri hat er natürlich das schlechte Mobilfunknetz besichtigt und echten deutschen Döner gegessen.
  • O mag Unterhaltung (OmU), wollte mal wieder Rocky schauen und hätte echt nicht gedacht, wie schwer es sein kann, den in Norwegen in Originalton über das Internet auszuleihen. #2018
  • Schließlich haben A und O auch wieder erfolgreich zusammengearbeitet: A wollte gern Bingo als Content Type haben, O hat die ganze Arbeit gemacht und nun ist es da. Die Konferenz-Saison möge beginnen!

News+A

  • Auch in diesem Jahr wachsen hinter dem Haus von A wahnsinnig viele Brombeeren. Wer dieses Glück nicht hat, kann auch auf mundraub.org schauen und “essbare Landschaften” in der Umgebung leichter finden.
  • A dankt der Sternwarte Lübeck, denn die hat auf Ihrer Webseite nicht nur sehr gut erklärt, was das Besondere an der Sonnenfinsternis mit Supermars ist (die gibt es so erst in 105.000 Jahren wieder), sondern hat sich auf dem Wanderweg am Bornkamp mit einigen Teleskopen platziert.
  • Ihr erstes Raspberry-Pi-Projekt mit LED-Lauftext kann man jetzt nachbasteln, denn A hat es endlich geschafft, es auf ihrem Blog in Wort und Video festzuhalten.
  • Nur ein Sommer mit dem BarCamp Kiel ist ein perfekter Sommer. A war dort und hat u. a. Calle zugehört, wie er über schlechte Werbung redet, und Kai Obermüller hat dort den Mythos Lehrermangel in schönen Diagrammen erklärt (wer nicht dabei war: Jöran hat Kai angerufen). Die Anja vom BarCamp Kiel hat in ihrer allerersten BarCamp-Session darüber gesprochen, weshalb sie das Imposter-Syndrom bisher eher davon abgehalten hat.
  • Nur eine Adventszeit mit dem BarCamp Lübeck ist eine perfekte Adventszeit. Deswegen ist die Anmeldung bereits jetzt gestartet. A als Teil des Orga-Teams strengt sich an, dass es auch in der neuen Location möglichst glatt läuft.
  • A hatte hohen politischen Besuch im Büro. Sie hat Ministerpräsident Daniel Günther und auch zwei Tage später dem Projektträger vom BMBF-Projekt pMOOCs 2 erklärt, warum freie Bildung echt dufte und das Geld bei uns gut angelegt ist.
  • Schließlich konnte sie zwei Sachen verbinden: Sie hat sich den neuen Sitz des Chaotikum e.V. angeschaut und war dort beim Netzpolitischen Abend (Slides hier) im Nobreakspace. Da war sie bestimmt nicht zum letzten Mal.

Paper+Alt+Entf

Paper+O: “Ene-Mene-Mu!”

Kemper, Lorenz: Predicting Student Dropout: A Machine Learning Approach. 2018. (Typ: Unveröffentlicht | Abstract | Links | BibTeX)

In dem Paper wird untersucht, wie gut man einen Studienabbruch von Studierenden mit Hilfe von einfachen Maschinenlernverfahren vorhersagen kann. Wesentliche Anhaltspunkte erhält man schon aus den Daten zu den Noten und der Anzahl der Prüfungsversuche. Damit kommt man nach einem Semester bereits auf eine Genauigkeit von bis zu 85 %, nach drei Semestern auf bis zu 95 %.

Sonstso:

Paper+A: “Auch Schulkinder wollen nur schnellere Pferde”

Friedrichs-Liesenkötter, Henrike; Karsch, Philip: Smartphones im Unterricht – Wollen das Schülerinnen und Schüler überhaupt?! Eine explorative Studie zum Smartphone-Einsatz an weiterführenden Schulen aus der Sicht von Schülerinnen und Schülern. MedienPädagogik: Zeitschrift für Theorie und Praxis der Medienbildung, 31 (März), S. 107–124, 2018, ISSN: 1424-3636. (Typ: Artikel | Abstract | Links | BibTeX)

Digital Natives” sagte man zu der Generation, die mit dem Internet und dem restlichen digitalen Kram aufgewachsen ist. Die sollen aber auch lernen, damit umzugehen, was die Medienpädagogik auf den Plan ruft. Die hat zwar schon oft gefragt, wie Lehrkräfte das aushalten und warum einige das auch gar nicht wollen, aber die Schülerinnen und Schüler standen selten im Fokus – die haben Smartphones, also wollen sie die auch nutzen. In der Studie wird das hinterfragt und siehe da: Betteridge’s Law gilt auch hier. Wir bewundern also weiterhin das Problem, denn eine allgemeine Aussage lässt sich hier aufgrund der vielen Einschränkungen nicht treffen. Aber für einen Gegenbeweis zu “Schulkinder wollen ihre Smartphones unbedingt im Unterricht einsetzen” reicht es allemal.

Tool+Alt+Entf: KaTeX

Da O gerade daran rumtüftelt, dass H5P auch mit mathematischen Formeln gut kann, ist er auf KaTeX gestoßen. Damit kann man Formeln sehr viel schneller rendern als mit MathJax (das andere Vorteile haben mag).

Hinweis und gute Nachricht: Wer aus dem kurzem Absatz nicht verstanden hat, worum es geht, braucht es eigentlich auch nicht.

Politik+Alt+Entf: Schleswig-Holstein goes Open Source

Das Land Schleswig-Holstein will mit seiner Verwaltung auf Open Source umsteigen – das hat der Kieler Landtag beschlossen. Das klingt super, aber beim Netzpolitischem Abend wurde auch dieser Satz des Beitrags hervorgehoben:

“Das zentrale IT-Management der Landesverwaltung soll demnach bis zum ersten Quartal 2020 berichten, ‘wie und in welchem Zeitfenster’ der Plan verwirklicht werden kann.”

Klar. Nach dem BER-Debakel sind wir ja alle etwas vorsichtig. Nicht schlimm, wenn es schneller geht.

Veranstaltungstipps

BldgAltEntf E006: “Man hat so lange ein Motivationsproblem bis man ein Zeitproblem hat”

avatar Anja Lorenz
avatar Oliver Tacke

Die Folge haben wir 23.07.2018 aufgenommen.

Intro & Feedback

Es ist offenbar sehr lange her, dass A und O zur Schule gegangen sind. Damals™ stellte man noch große Bücher zur Abschreibpräventation zwischen die Schülerinnen und Schüler, heute gibt es kaufbare Lösungen dafür, natürlich mit Erklärvideo (kein Affiliate-Link, keine Werbung … warum eigentlich nicht?).

Nachdem wir zunehmend hören, dass der Sound besser wird: wie ist es heute? A hat sich nämlich ein neues Mikrofon gekauft.

News+Alt+Entf

News+O

  • O berichtet noch einmal von der Erfahrung, wie es denn war, ganz alleine ohne A zu podcasten.
  • Außerdem war O wandern und war auf keinem Festival vor seiner Haustür.

MagnetO

News+A

  • Der Beitrag für den Synergie-Sonderband ist endlich fertig und wird sicher bald erscheinen!
  • Auf dem VFH-Symposium wurden A erneut die Nachteile frontaler Formate bewusst, die trotz sehr guter Vorträge (Bspw. von Stian Håklev zu FROG) weiterhin bestehen bleiben. Dafür war die Abschiedsfeier von Herrn Granow sehr schön.
  • A war auf dem OERcamp in Hamburg (davon hatte O ja schon in der letzten Episode berichtet) und hat zusammen mit Kai bei einer Veranstaltung der leider viel zu kurzen iwds18-Reihe etwas zu den Unterschieden von Ost- und Westdeutschen erzählt.
  • Wer sich für ePortfolio-Konzepte interessiert, kann sich das aus dem Projekt XPerts mal anschauen. Dazu war A auch auf einem Workshop.
  • Als A in Leipzig war hat sie sich auch den MakerSpace dort angeschaut und nimmt sich für die Zukunft vor, das öfter zu machen, wenn sie in anderen Städten ist.
  • Es gibt neue oncampus-Tattoos!

    Links: A auf dem OERcamp Hamburg, auf dem alle den Raketensticker besser fanden als das schnöde oncampus-Logo.
    Rechts: A mit den neuen oncampus-Tattoos.

Paper+Alt+Entf

Paper+O: “Bildung made in Hollywood”

Johnstone, Katelyn; Marquis, Elizabeth; Puri, Varun: Public pedagogy and representations of higher education in popular film: New ground for the scholarship of teaching and learning. Teaching & Learning Inquiry, 6 (1), 2018, ISSN: 2167-4787. (Typ: Artikel | Abstract | Links | BibTeX)

Die Studie untersuchte 11 US-Filme aus dem Jahr 2014, die mindestens teilweise an Hochschulen spielten und damit ein bestimmtes Bild von ihnen transportieren. Wiederkehrend wurden die drei Motive “Zweck höherer Bildung”, “Beziehungen zwischen Studierenden und ProfessorInnen” und das “Entstehen einer akademischen Identität” ausgemacht und näher untersucht.

Untersuchte Filme:

Paper+A: “Mut zur Lücke, Mädels!”

Haidinger, Gerald; Mitterauer, Lukas; Rimroth, Evelyne; Frischenschlager, Oskar: Lernstrategien oder strategisches Lernen? Gender-abhängige Erfolgsstrategien im Medizinstudium an der Medizinischen Universität Wien. Wiener klinische Wochenschrift, 120 (1-2), S. 37–45, 2007, ISSN: 1613-7671. (Typ: Artikel | Abstract | Links | BibTeX)

Heutiger Themenpate ist Matthias Andrasch. Er machte in einem Tweet auf eine Broschüre der Fernuni Hagen (PDF) zu Gender in der Lehre aufmerksam, die das Beispiel aus dem vorgestellten Paper aufgriff und schrieb, dass Frauen “mehrheitlich eine Lernstrategie des verstehenden Lernens” wählten und Männer “eher oberflächlich [lernten] und damit mehr Erfolg [hatten]”. In der Diskussion auf Twitter fragte Sönke Graf, wie in der Studie denn festgestellt wurde, ob die Männer tatsächlich weniger könnten als die Frauen. A hat sich die ursprüngliche Studie angeschaut. Hier hatte man die Studierenden vor der Prüfung in einem Fragebogen um eine Selbsteinschätzung gebeten, die schließlich mit den Prüfungsergebnissen verknüpft wurde.

Im Ergebnis waren männliche Studierende in der Selbsteinschätzung tatsächlich erfolgssicherer. Weibliche Studierende waren dagegen unsicherer, obwohl sie anders als ihre männlichen Kollegen im Semester eher mitlernten, sich als fleißig einschätzten und auch eher versuchten, Zusammenhänge herzustellen. Der Prüfungserfolg ließ sich allerdings weder auf vernetztes Lernen noch auf das Verstehen des Stoffes zurückführen (letzteres wurde aber in der Studie – anders als in der Hagener Broschüre geschrieben – nicht als signifikant weibliche Eigenschaft bestätigt). Die Ergebnisse ließen dabei vor allem an der Prüfung selbst zweifeln (wie Matthias das in seinem Tweet bereits getan hatte).

OER+Alt+Entf

Matthias Andrasch (schon wieder) sucht nach Alternativbegriff für “Open”, weil da alle bloß kostenlos raushören würden. Free/Frei? Open? Libre? Oder passt das alles so…?

Tool+Alt+Entf

Mit Matthias Andrasch zum Dritten wird es wirklich Zeit, dass wir in diesem Podcast endlich auch einmal auf das OERhörnchen hinweisen, das Matthias entwickelt hat: eine Metasuchmaschine für freie Bildungsmaterialien.

Politik+Alt+Entf

Kleiner Nachschlag zur Urheberrechtsreform

O hat in der letzten Episode über den Entwurf zur Urheberrecht im europäischen Parlament (PDF) gesprochen. Dieser ist glücklicherweise erst einmal abgelehnt worden, wird aber im September aber erneut vorgelegt und abgestimmt, wir sollten also weiterhin dran bleiben, zum Beispiel hier oder direkt über Julia Reda.

O wollte noch einmal betonen, dass die EU über eine Richtlinie abstimmt, die von jedem Land anschließend noch in nationales Recht gegossen werden muss. Außerdem muss in Deutschland hinterfragt werden, inwiefern der §60a UrhG eine Schranke (und damit eine Ausnahme) für Wissenschaft und Lehre sein wird. Gerade für wissenschaftliche Artikel und Abbildungen könnte hier (unterhalb der 15%-Grenze) eine Ausnahme möglich sein. Nach Artikel 4 des neuen Entwurfs werden Bildungseinrichtungen zwar aus Artikel 11 (Leistungsschutzrecht) ausgenommen, nicht aber aus dem in Artikel 13 beschriebenen “Uploadfilter”. Und in anderen EU-Ländern kann es sein, dass es bisher keine Ausnahmen für den Bildungsbereich gibt und es daher eine gute Idee wäre, das explizit in der Novelle auch für Uploadfilter zu berücksichtigen.

Das Bündnis freie Bildung sieht Upload-Filter ebenfalls als Problem, sofern es keine Ausnahme geben wird.

Algorithmen und andere komplizierte Wörter

Laut einem Artikel im Tagesspiegel hat sich Bundesbildungsministerin Anja Karliczek für eine weniger komplizierte Sprache in der Wissenschaft ausgesprochen, dann aber unglücklicherweise den Begriff “Algorithmus” als ein Beispiel für einen viel zu schweren Fachbegriff herangezogen (und damit schon ein wenig auf den geringen Bildungsstand zu digitalen Themen in Deutschland hingewiesen). Die Schlussfolgerung, dass man deswegen die Wissenschaftskommunikation stärker fördern musste, fehlte dann leider (das haben dann aber andere nachgeholt).

Auch die Betonung des Transfers fanden wir etwas unglücklich, denn auch Grundlagenforschung ist wichtig, nicht nur die direkte (monetäre) Verwertbarkeit.

Predatory Journals

Im Rahmen einer NDR-Doku wurde “aufgedeckt”, dass auch viele deutsche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in sog. Raubverlagen publiziert haben und auf diese “hereingefallen sind”.

Wir haben in einem schnellen Brainstorming überlegt, woran man solche Journals erkennt (und diskutiert, wo überhaupt das Problem dabei liegt):

  • Die Mails mit Werbung für Journals und die Bitte zur Veröffentlichung sehen aus wie Spam, sind in einer seltsamen Schriftart geschrieben und die Anrede ist z. T. falsch.
  • Es werden Studien gelistet, die auf den Seiten der Autorinnen und Autoren nicht gelistet werden.
  • Das Journal wirbt damit, dass das Paper Open Access veröffentlicht wird, lässt sich aber eine exklusive Lizenz einräumen.
  • Das Journal taucht in einer Predatory-Journal-Liste auf, bspw. hier oder hier.

Wer Lust hat, darf natürlich den Spieß auch umdrehen und die Predatory Journals auch trollen, z. B. mit so etwas, dass ohne Blick auf den eingereichten Beitrag glatt durchgeht:

Veranstaltungstipps

Hausmeisterei

Wir freuen uns wie Bolle: wir sind jetzt Mitglied im wisspod-Netzwerk! Dort gibt es die tollsten Wissen{schaft}spodcasts – und uns 🙂

dunkles Logo von WissPod

BldgAltEntf E005: “Talk ohne Anja”

avatar Oliver Tacke

Die Folge haben wir am 13.07.2018 aufgenommen.

Intro & Feedback

Unser Intro haben wir mal wieder dreist abgekupf… remixed! Diesmal bei Talk ohne Gast, dem Satirepodcast mit Moritz Neumeier und Till Reiners.

Feedback gab’s wieder zum Ton. Vielleicht ist er diesmal gut 🙂

News+Alt+Entf

A ist im Urlaub, und muss später berichten. O hat sich in Deutschland in beim OER-Camp in Hamburg getummelt und sich mit Teilen des Stud.IP e.V. in Hildesheim getroffen. Außerdem hat er kurz vor knapp noch ein Nanodegree-Programm bei Udacity abgeschlossen und seinen Artikel für das JFMH17 fertiggestellt — oder was man so nennen könnte.

Paper+Alt+Entf

Paper+O: “Leichte Fernseher und schwere Zeitungen: Vom Winde verweht”

Schwab, Frank; Hennighausen, Christine; Adler, Dorothea C; Carolus, Astrid: Television Is Still “Easy” and Print Is Still “Tough”? More Than 30 Years of Research on the Amount of Invested Mental Effort. Frontiers in Psychology, 9 (1098), S. 1-17, 2018, ISBN: 1664-1078. (Typ: Artikel | Abstract | Links | BibTeX)

Im Paper geht es um die Theorie rund um den/die/das “amount of invested mental effort” und was daraus geworden ist. Sie wird zwar noch ab und an zitiert, aber ist im Prinzip nie genutzt worden — hat aber immerhin Einzug in verschiedene Wissenschaftsfelder gehalten und ist in anderen Konzepten aufgegangen.

Tool+Alt+Entf: H5P Dictation

O berichtet von seinem neuen Content Type H5P Dictation, mit dem man — wer hätte es gedacht — Diktate virtuell abbilden kann. Ist fertig und wartet nun auf die Begutachtung des Quelltextes und die Prüfung auf Barrierefreiheit.

Politik+Alt+Entf: Uploadfilter in der Bildungslandschaft

Es gibt da diesen Vorschlag zur Reform des Urheberrechts in Europa. Der enthält einen Artikel 13, der Uploadfilter vorsieht, wenn Diensteanbieter der Informationsgesellschaft große Mengen der von ihren Nutzern hochgeladenen Werke speichern oder öffentlich zugänglich machen. O lässt dazu seinen juristischen Laiengedanken ihren Lauf und überlegt, was das für die Bildungswelt bedeuten könnte — sofern es keine weiteren Regelungen gibt.

Der Artikel 13 ist gerade vom Rechtsausschuss durchgewinkt worden, aber das EU-Plenum hat ihn noch einmal gebremst. Danke dafür an Julia Reda! Ist aber noch nicht vorbei! Am 12. September wird über Änderungsanträge abgestimmt. Hilf auch du vorher mit, unser Internet zu retten! Falls du dazu noch mehr Input zum Entscheiden brauchst, hör doch in den Debattenpodcast von Sascha Lobo rein.

Veranstaltungstipps

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