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BldgAltEntf E014: “Brainstorming in der Pullerpause”

avatar Anja Lorenz
avatar Oliver Tacke

Die Folge haben wir am 20.03.2018 aufgenommen.

Intro & Feedback

Dieses Intro wurde von Bots erstellt… wie der Rest des Podcasts auch.

Im Selbst-Feedback schämt sich A, weil sie in der letzten Episode mit dem 30jährigen Krieg 100 Jahre zu früh dran war. Eine andere Anja hat uns mit uns ihre Erfahrung zum Engagement in der Hochschuldidaktik geteilt: bringt zwar was, interessiert aber bei der Stellenvergabe kaum jemanden. David hat uns nicht nur mit Tweets und Videos (1, 2, 3) über die diesjährige dghd-Tagung auf dem Laufenden gehalten, sondern uns auch für die nächsten zig Folgen mit Bildungsmythen versorgt. Wer nicht so auf Überraschungen steht, kann hier schonmal vorarbeiten, wir fragen dann in den nächsten Folgen ab:

Bruyckere, Pedro De; Kirschner, Paul A; Hulshof, Casper D: Urban Myths about Learning and Education. Academic Press, San Diego, 2015, ISBN: 9780128017319. (Typ: Buch | Abstract | Links | BibTeX) Copyright
Besprochen in Bldg-Alt-Entf #14

News+Alt+Entf

News+O

  • O ist immer freier beruflich unterwegs, hat einige Buchungen und Aufträge und auch sonst einen gut gefüllten Terminkalender.
  • Für die Verbesserung der H5P-DialogCards für Spaced Repetition kann man O im Crowdfunding ein paar Groschen zuwerfen. Wer außer “Verbesserung” keines der Substantive verstanden hat, kann in Os Blog nachlesen (Groschen sind bzw. waren Münzen).
  • Wer etwas Freizeit in Hamburg hat, kann es O nachmachen und dort das Museum der Illusionen oder das Planetarium besuchen. Auch eine Bootstour durch Hamburg bei Nacht bietet sich an. Bastian Bielendorfer vom AAA-Podcast ist leider nicht mehr da, aber weiterhin in Deutschland auf Tour – muss man nicht hingehen.
Museum der Illusionen in Hamburg

Ab mit dem Kooopf!

News+A

A mit Roboter

A und Roboter Pepper (oder Yuki?)

Paper+Alt+Entf

Paper+O #1: Trendvulkan Hochschule

Reder, Constanze; Lukács, Bence: Offene Bildungspraxis erlebbar machen – die Rolle von Podcasts für Projektdokumentationen und Reflexionsprozesse. MedienPädagogik: Zeitschrift für Theorie und Praxis der Medienbildung, 32 , S. 17–27, 2018, ISSN: 1424-3636. (Typ: Artikel | Abstract | Links | BibTeX) CC BY 4.0
Besprochen in Bldg-Alt-Entf #14

Podcasts sind trendy, und sie in Hochschulen nicht nur dazu benutzt werden, um vorproduzierte Inhalte zu verteilen. Im Beitrag wird der Podcast “Bildungsshaker” vorgestellt, in dem wissenschaftliche MitarbeiterInnen eigene Projekte dokumentieren, reflektieren und publizieren – und darüber sogar in einen Dialog mit Hochschulexternen treten.

Paper+A: Same, same, but diverse

FriezeEmail, Carol; Quesenberry, Jeria L; Kemp, Elizabeth; Velázquez, Anthony: Diversity or Difference? New Research Supports the Case for a Cultural Perspective on Women in Computing. Journal of Science Education and Technology, 21 (4), S. 423–439, 2011, ISSN: 1573-1839. (Typ: Artikel | Abstract | Links | BibTeX) Copyright
Besprochen in Bldg-Alt-Entf #14

Weiber, wa? In den Informatikstudiengängen findet man sie kaum, und wenn man versucht, es damit zu begründen, dass “Frauen eben so sind”, finden sie das auch nicht gut (achja, die Daten geben es wohl auch nicht wieder her). Und wenn man dann, wie an der Carnegie Mellon University die Lehre auf konkrete Anwendungen hin ausrichtet (weil das Frauen lieber mögen), dann profitieren nicht nur sie davon: auch Männern geht es damit insgesamt besser.

Paper+O #2: Das OERxperiment

Leuchtenbörger, Jens: Erstellung und Weiterentwicklung von Open Educational Resources im Selbstversuch. MedienPädagogik: Zeitschrift für Theorie und Praxis der Medienbildung, 32 , S. 101–117, 2018, ISSN: 1424-3636. (Typ: Artikel | Abstract | Links | BibTeX) CC BY 4.0
Besprochen in Bldg-Alt-Entf #14

Wenn OER produziert und genutzt werden, ist es schön, wenn auch die dafür Werkzeuge offen sind. Im Beitrag wird einerseits ein Kriterienkatalog vorgestellt, mit dem man den Offenheitsgrad von Werkzeugen festhalten kann. Darauf aufbauend wird vorgestellt, wie für eine Vorlesung Werkzeuge ausgesucht wurden, um Schaubilder inkl. Tonspuren zu erstellen.

OER+Alt+Entf

Fundgrube+Alt+Entf

Projekte, Tools, Apps… das sind doch bürgerliche Kategorien. Wir packen einfach alles in die Fundgrube:

  • In Brandenburg trinken Schulkinder in der 9. Klasse Bier unter Aufsicht! Vielleicht wollen sie aber nur den Begriff “Alkoholpädagogik” zurück erobern…
  • Nachtrag zuerst: Das Spiel heißt Supertrumpf! Mit dem Wikidata Card Game Generator kann man Karten für das klassische Quartettkartenspiel generieren, zum Beispiel zu Superheld*innen oder Betriebssystemen. Wenn etwas fehlt, kann man es ja in der Wikipedia ergänzen und auf die semantischen Daten dabei achten.
  • PDFs kann man mit PDFCandy bearbeiten. Auf jede erdenkliche Art. Jede. (Danke David für den Hinweis!)

Politik+Alt+Entf

Weil die EU-Abgeordneten immer noch davon überzeugt werden müssen, dass die aktuelle Fassung der EU-Urheberrechtsreform nicht gut ist, sollten wir es ihnen noch einmal sagen. Am 23.03.2019 machen das in ganz Europa hoffentlich viele Menschen. Ihr auch?

Veranstaltungstipps

  • 4. und 5. April 2019: Moodle-Hochschultreffen in Berlin.
    Die TU Berlin und die die Beuth-Hochschule für Technik in Berlin sind in diesem Jahr die Ausrichter und haben ein Programm zusammengestellt, das sich unter anderem um E-Assessments, Opencast, Learning Analytics und die Zukunft von moodle dreht. Die offizielle Anmeldefrist ist zwar vorüber, aber es werden gerne noch Einzelanmeldungen angenommen.
  • 10 und 11. April 2019: OER19 (#OER19) in Galway.
    Bei der internationalen OER-Konferenz kann man über den deutschsprachigen Tellerrand hinaus blicken. Dabei geht es neben Formaten und Tools vor allem um die Auswirkungen von OER und Open Education.

Mythos+Alt+Entf

Ist die klassische Brainstorming-Methode gut so, wie sie ist, vor allem, dass beim Sammeln der Ideen zunächst erst einmal nicht diskutiert werden darf? O hat da mal genauer nachgelesen…

Sawyer, Keith R: Explaining Creativity: The Science of Human Innovation. 2, Oxford University Press, 2012, ISBN: 9780199737574. (Typ: Buch | Abstract | BibTeX) Copyright
Besprochen in Bldg-Alt-Entf #14
Nemeth, Charlan J; Personnaz, Bernard; Personnaz, Marie; Goncalo, Jack A: The liberating role of conflict in group creativity: A study in two countries. European Journal of Social Psychology, 34 (4), S. 365–374, 2004. (Typ: Artikel | Abstract | Links | BibTeX) Copyright
Besprochen in Bldg-Alt-Entf #14

Weltverbesserung+Alt+Entf

Wer die Wikidata-Supertrumpflkarte, die IDEA-Visualisierungen für Algorithmen (aus Episode 3), Twitterbots für Gebärdensprache und Harry-Potter-Nerd-Fanfiction, das Hacken-Shirt bei GetDigital, eine Druckversion zum Passierschein A38, eine ECHTE Spacebar auf der Tastatur, Möbius-Bacon und noch viel mehr gut findet, der kann Sebastian Morr via Patreon Geld geben, damit er mehr Zeit damit verbringen kann, solche Sachen zu tun.

BldgAltEntf E006: “Man hat so lange ein Motivationsproblem bis man ein Zeitproblem hat”

avatar Anja Lorenz
avatar Oliver Tacke

Die Folge haben wir 23.07.2018 aufgenommen.

Intro & Feedback

Es ist offenbar sehr lange her, dass A und O zur Schule gegangen sind. Damals™ stellte man noch große Bücher zur Abschreibpräventation zwischen die Schülerinnen und Schüler, heute gibt es kaufbare Lösungen dafür, natürlich mit Erklärvideo (kein Affiliate-Link, keine Werbung … warum eigentlich nicht?).

Nachdem wir zunehmend hören, dass der Sound besser wird: wie ist es heute? A hat sich nämlich ein neues Mikrofon gekauft.

News+Alt+Entf

News+O

  • O berichtet noch einmal von der Erfahrung, wie es denn war, ganz alleine ohne A zu podcasten.
  • Außerdem war O wandern und war auf keinem Festival vor seiner Haustür.

MagnetO

News+A

  • Der Beitrag für den Synergie-Sonderband ist endlich fertig und wird sicher bald erscheinen!
  • Auf dem VFH-Symposium wurden A erneut die Nachteile frontaler Formate bewusst, die trotz sehr guter Vorträge (Bspw. von Stian Håklev zu FROG) weiterhin bestehen bleiben. Dafür war die Abschiedsfeier von Herrn Granow sehr schön.
  • A war auf dem OERcamp in Hamburg (davon hatte O ja schon in der letzten Episode berichtet) und hat zusammen mit Kai bei einer Veranstaltung der leider viel zu kurzen iwds18-Reihe etwas zu den Unterschieden von Ost- und Westdeutschen erzählt.
  • Wer sich für ePortfolio-Konzepte interessiert, kann sich das aus dem Projekt XPerts mal anschauen. Dazu war A auch auf einem Workshop.
  • Als A in Leipzig war hat sie sich auch den MakerSpace dort angeschaut und nimmt sich für die Zukunft vor, das öfter zu machen, wenn sie in anderen Städten ist.
  • Es gibt neue oncampus-Tattoos!

    Links: A auf dem OERcamp Hamburg, auf dem alle den Raketensticker besser fanden als das schnöde oncampus-Logo.
    Rechts: A mit den neuen oncampus-Tattoos.

Paper+Alt+Entf

Paper+O: “Bildung made in Hollywood”

Johnstone, Katelyn; Marquis, Elizabeth; Puri, Varun: Public pedagogy and representations of higher education in popular film: New ground for the scholarship of teaching and learning. Teaching & Learning Inquiry, 6 (1), 2018, ISSN: 2167-4787. (Typ: Artikel | Abstract | Links | BibTeX) CC BY
Besprochen in Bldg-Alt-Entf #6

Die Studie untersuchte 11 US-Filme aus dem Jahr 2014, die mindestens teilweise an Hochschulen spielten und damit ein bestimmtes Bild von ihnen transportieren. Wiederkehrend wurden die drei Motive “Zweck höherer Bildung”, “Beziehungen zwischen Studierenden und ProfessorInnen” und das “Entstehen einer akademischen Identität” ausgemacht und näher untersucht.

Untersuchte Filme:

Paper+A: “Mut zur Lücke, Mädels!”

Haidinger, Gerald; Mitterauer, Lukas; Rimroth, Evelyne; Frischenschlager, Oskar: Lernstrategien oder strategisches Lernen? Gender-abhängige Erfolgsstrategien im Medizinstudium an der Medizinischen Universität Wien. Wiener klinische Wochenschrift, 120 (1-2), S. 37–45, 2007, ISSN: 1613-7671. (Typ: Artikel | Abstract | Links | BibTeX) Copyright
Besprochen in Bldg-Alt-Entf #6

Heutiger Themenpate ist Matthias Andrasch. Er machte in einem Tweet auf eine Broschüre der Fernuni Hagen (PDF) zu Gender in der Lehre aufmerksam, die das Beispiel aus dem vorgestellten Paper aufgriff und schrieb, dass Frauen “mehrheitlich eine Lernstrategie des verstehenden Lernens” wählten und Männer “eher oberflächlich [lernten] und damit mehr Erfolg [hatten]”. In der Diskussion auf Twitter fragte Sönke Graf, wie in der Studie denn festgestellt wurde, ob die Männer tatsächlich weniger könnten als die Frauen. A hat sich die ursprüngliche Studie angeschaut. Hier hatte man die Studierenden vor der Prüfung in einem Fragebogen um eine Selbsteinschätzung gebeten, die schließlich mit den Prüfungsergebnissen verknüpft wurde.

Im Ergebnis waren männliche Studierende in der Selbsteinschätzung tatsächlich erfolgssicherer. Weibliche Studierende waren dagegen unsicherer, obwohl sie anders als ihre männlichen Kollegen im Semester eher mitlernten, sich als fleißig einschätzten und auch eher versuchten, Zusammenhänge herzustellen. Der Prüfungserfolg ließ sich allerdings weder auf vernetztes Lernen noch auf das Verstehen des Stoffes zurückführen (letzteres wurde aber in der Studie – anders als in der Hagener Broschüre geschrieben – nicht als signifikant weibliche Eigenschaft bestätigt). Die Ergebnisse ließen dabei vor allem an der Prüfung selbst zweifeln (wie Matthias das in seinem Tweet bereits getan hatte).

OER+Alt+Entf

Matthias Andrasch (schon wieder) sucht nach Alternativbegriff für “Open”, weil da alle bloß kostenlos raushören würden. Free/Frei? Open? Libre? Oder passt das alles so…?

Tool+Alt+Entf

Mit Matthias Andrasch zum Dritten wird es wirklich Zeit, dass wir in diesem Podcast endlich auch einmal auf das OERhörnchen hinweisen, das Matthias entwickelt hat: eine Metasuchmaschine für freie Bildungsmaterialien.

Politik+Alt+Entf

Kleiner Nachschlag zur Urheberrechtsreform

O hat in der letzten Episode über den Entwurf zur Urheberrecht im europäischen Parlament (PDF) gesprochen. Dieser ist glücklicherweise erst einmal abgelehnt worden, wird aber im September aber erneut vorgelegt und abgestimmt, wir sollten also weiterhin dran bleiben, zum Beispiel hier oder direkt über Julia Reda.

O wollte noch einmal betonen, dass die EU über eine Richtlinie abstimmt, die von jedem Land anschließend noch in nationales Recht gegossen werden muss. Außerdem muss in Deutschland hinterfragt werden, inwiefern der §60a UrhG eine Schranke (und damit eine Ausnahme) für Wissenschaft und Lehre sein wird. Gerade für wissenschaftliche Artikel und Abbildungen könnte hier (unterhalb der 15%-Grenze) eine Ausnahme möglich sein. Nach Artikel 4 des neuen Entwurfs werden Bildungseinrichtungen zwar aus Artikel 11 (Leistungsschutzrecht) ausgenommen, nicht aber aus dem in Artikel 13 beschriebenen “Uploadfilter”. Und in anderen EU-Ländern kann es sein, dass es bisher keine Ausnahmen für den Bildungsbereich gibt und es daher eine gute Idee wäre, das explizit in der Novelle auch für Uploadfilter zu berücksichtigen.

Das Bündnis freie Bildung sieht Upload-Filter ebenfalls als Problem, sofern es keine Ausnahme geben wird.

Algorithmen und andere komplizierte Wörter

Laut einem Artikel im Tagesspiegel hat sich Bundesbildungsministerin Anja Karliczek für eine weniger komplizierte Sprache in der Wissenschaft ausgesprochen, dann aber unglücklicherweise den Begriff “Algorithmus” als ein Beispiel für einen viel zu schweren Fachbegriff herangezogen (und damit schon ein wenig auf den geringen Bildungsstand zu digitalen Themen in Deutschland hingewiesen). Die Schlussfolgerung, dass man deswegen die Wissenschaftskommunikation stärker fördern musste, fehlte dann leider (das haben dann aber andere nachgeholt).

Auch die Betonung des Transfers fanden wir etwas unglücklich, denn auch Grundlagenforschung ist wichtig, nicht nur die direkte (monetäre) Verwertbarkeit.

Predatory Journals

Im Rahmen einer NDR-Doku wurde “aufgedeckt”, dass auch viele deutsche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in sog. Raubverlagen publiziert haben und auf diese “hereingefallen sind”.

Wir haben in einem schnellen Brainstorming überlegt, woran man solche Journals erkennt (und diskutiert, wo überhaupt das Problem dabei liegt):

  • Die Mails mit Werbung für Journals und die Bitte zur Veröffentlichung sehen aus wie Spam, sind in einer seltsamen Schriftart geschrieben und die Anrede ist z. T. falsch.
  • Es werden Studien gelistet, die auf den Seiten der Autorinnen und Autoren nicht gelistet werden.
  • Das Journal wirbt damit, dass das Paper Open Access veröffentlicht wird, lässt sich aber eine exklusive Lizenz einräumen.
  • Das Journal taucht in einer Predatory-Journal-Liste auf, bspw. hier oder hier.

Wer Lust hat, darf natürlich den Spieß auch umdrehen und die Predatory Journals auch trollen, z. B. mit so etwas, dass ohne Blick auf den eingereichten Beitrag glatt durchgeht:

Veranstaltungstipps

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