Schlagwort: Urheberrecht

BldgAltEntf E013: “Scheißhausbongo”

avatar Anja Lorenz
avatar Oliver Tacke

Die Folge haben wir am 15.02.2018 aufgenommen.

Intro & Feedback

Wenn man das akademische Viertel mal abzieht, dann passt unser Intro natürlich hervorragend zum Valentinstag.

Mit der letzten Episode haben wir für David unseren neuen Service ausprobiert: Instant Service Reading. Im P2P-Hörertreffen mit Julian hat O herausgefunden, dass wir dank A bei Spotify nun in den großen Clubs spielen… ok, da auch eher vor dem Hinterausgang, aber isso!

Screenshot von Julias Spotify-Liste

“In einer Reihe” mit Fest & Flauschig und Herrengedeck!!!

Und dank Arnim haben wir nun auch eine Idee für eine “Sag was am Anfang und löse es gegen Ende auf”-Kategorie: wir werden Bildungsmythen vorstellen – oder Dinge, die doch keine Mythen sind.

News+Alt+Entf

Anja und Olli bei Methodisch inkorrekt live

A und O inkorrekt live

News+O

  • O würde seinen “Urlaub” in Hamburg fast in vollen Zügen genießen, wenn da nicht diese(r) nervige(n) Identitätsdieb(e) wären – oder Plattformen, die mit Neukunden sehr großzügig umgehen.
  • A und O haben sich mittlerweile schon “in echt” wieder gesehen: bei der großartigen Live-Show von Methodisch Inkorrekt in Hamburg!

News+A

Paper+Alt+Entf

Paper+O: Ist das Pädagogik oder kann das weg?

Kaynardağ, Aynur Yürekli: Pedagogy in HE: does it matter?. Studies in Higher Education, 44 (1), S. 111–119, 2017, ISSN: 1470-174X. (Typ: Artikel | Abstract | Links | BibTeX) Copyright
Besprochen in Bldg-Alt-Entf #13

Lehrende an Hochschulen in Deutschland brauchen keine pädagogisch-didaktische Ausbildung, um Lehren zu dürfen. Im Paper geht Aynur Yürekli Kaynardağ der Frage nach, ob es grundsätzlich trotzdem sinnvoll sein könnte, sich mit Hochschuldidaktik zu beschäftigen – sprich: ob es bei diversen Kriterien “guter Lehre” messbare Unterschiede zwischen Lehrenden mit und ohne pädagogisch-didaktische Kenntnisse gibt.

Wiki+A: Submitted 1543, rejected 1616

Wikipedianer, : Nikolaus Kopernikus. Wikipedia 2018, besucht am: 16.02.2019. (Typ: Online | Links | BibTeX) CC BY-SA 3.0
Besprochen in Bldg-Alt-Entf #13
Klexikonianer, : Nikolaus Kopernikus. 2018, besucht am: 16.02.2019. (Typ: Online | Links | BibTeX) CC BY-SA 3.0
Besprochen in Bldg-Alt-Entf #13

Der Sommerurlaub führte A in letztem Jahr nach Thorn und Frauenburg in Polen, und sie hat dort viel über Nikolaus Kopernikus erfahren. Nachhaltig beeindruckt war sie von einer Kopie seines Doktordiploms, das in seinem Geburtshaus ausgestellt war: während aktuell über digitale Kompetenznachweise wie Badges oder Blockchain-gesichterte Zertifikate diskutiert wurde, reichte Anfang des 16. Jhd. offenbar ein etwa A5-großer Zettel (den die meisten ohnehin nicht lesen konnten).

Neben den beiden “Nikolaus Kopernikus”-Seiten im Klexikon und der Wikipedia hat sich A auch durch diese Wiki-Seiten gelesen:

das Doktordiplom von Nikolaus Kopernikus

Milch, Eier, ein Doktortitel…

Fundgrube+Alt+Entf

Projekte, Tools, Apps… das sind doch bürgerliche Kategorien. Wir packen einfach alles in die Fundgrube:

  • In der StavangerErklärung haben 130 Leseforscherinnen und -forscher Studien zum Lesen auf Papier und auf dem Bildschirm ausgewertet. In der Erklärung betonen sie, auch im Zeitalter der Digitalisierung, dass Papier als Medium für lange Informationstexte besser geeignet seien. Leider fehlt es (noch) an einer Publikation der Untersuchungsmethodik und -ergebnisse. Bisher wird lediglich die Erklärung selbst diskutiert.
  • Mit LyricsTraining kann man im Web oder Via App Hörverstehen üben, indem man Texte in Liedern erkennt.

Politik+Alt+Entf

  • Bereits in den Episoden 5, 6, und 12 haben wir über die geplante Urheberrechtsreform der Europäischen Union gesprochen. Nun gibt es einen Entwurf, der im März abgestimmt werden soll. Anja und Olli haben den deutschen Abgeordneten im EU-Parlament geschrieben, warum sie diesen Entwurf nicht gut finden, und ihre Mailtexte in ihren Blogs veröffentlicht. Du kannst das auch tun: hier gibt es eine Textvorlage und die Kontaktadressen der Abgeordneten.
  • Nochmal Gutes kann man tun, indem man dafür sorgt, dass alte Abituraufgaben frei zur Verfügung stehen. Durch die gemeinsame Kampagne “Frag Sie Abi!” von FragDenStaat und Wikimedia geht das sehr bequem und schnell.
  • SPIEGEL ONLINE hat Bildungsministerin Anja Karliczek als “die Unsichtbare” betitelt. Leider hat wohl auch die letzte Berufsbachelor mitbekommen, dass man Studien über Kinder, die in gleichgeschlechtlichen Beziehungen aufwachsen, bereits heute an jeder Milchkanne bekommen kann, dass die Azubi-Mindestvergütung nicht brutto wie netto ist und dass das Bafög keine Almosen für Studis im Stadtrand sein darf.

Veranstaltungstipps

  • 9. bis 23. Februar 2019: Didacta(#didacta oder #didacta19) in Köln 
    Vom 19. bis 23. Februar findet in Köln die Messe für alle Beutelratten im Bildungssektor statt. Ausgestattet mit Rollkoffer und Jutebeutel können Bildungsbegeisterte wieder von Stand zu Stand pilgern und Goodies von Verlagen und anderen Anbietern abgreifen. Wir freuen uns schon auf vielleicht neue Videos von TimeTex. Im Gegensatz zur Learntec gibt’s auch kostenloses WLAN ohne eigene App!
  • 18.03.2019: BarCamp Open Science (#oscibar) in Berlin
    Früher™ war es das BarCamp “Science 2.0”, nun machen sie es richtig: Zu diesem BarCamp treffen sich Menschen, die wissen, dass Open Science keine Utopie ist, “just Science done right.” Das BarCamp ist leider bereits ausgebucht, aber vielleicht hat man über die Warteliste Glück.
  • Wiederholt empfohlen:
    • 26. und 27. Februar: Inverted-Classroom-Model-Konferenz (#icm8) in Marburg
      Zum inzwischen 8. Mal findet in Marburg die Inverted-Classroom-Model-Konferenz statt, die sich um eben dieses Modell und den Blick über den Tellerrand dreht. Diesmal geht es ausdrücklich um die “next stage”, einen Blick in die Zukunft, was die Digitalisierung bereithalten könnte.
    • 22. bis 24. März: subscribe 10 (#subscribe10) in Köln
      Mit ihrer 10. Ausgabe kommt die Podcasting-Konferenz nach Berlin und München das erste mal in den deutschen (geografischen) Westen, zum Deutschlandfunk in Köln. Wer selbst Podcasts aufnimmt oder das möchte, aber auch wer selbst begeistert Podcasts hört, ist herzlich eingeladen – zur Teilnahme und zur Mitgestaltung des Programms.

Mythos+Alt+Entf

Laut der Lernpyramide der National Training Laboratories in Bethel in Maine ist die durchschnittliche Behaltensleistung abhängig vom Vermittlungsformat:

  • Vorlesung: 5 %
  • Lesen: 10 %
  • Audiovisuell: 20 %
  • Demonstration: 30 %
  • Diskussion: 50 %
  • Praktisches Tun: 70 %
  • Anderen etwas erklären: 100%

Ob das stimmt haben u.a. Lalley und Miller hinterfragt.

Lalley, James P; Miller, Robert H: The Learning Pyramid: Does it point teachers in the right direction?. Education, 128 (1), S. 64–79, 2007, ISSN: 0013-1172. (Typ: Artikel | Abstract | Links | BibTeX) Copyright
Besprochen in Bldg-Alt-Entf #13

Weltverbesserung+Alt+Entf

Tommy Krappweis hat den das Lied “Entdumm’ Dich” geschrieben und spendet alle Einnahmen an das Deutsche Kinderhilfswerk. Ihr könnt es kaufen oder direkt spenden.

BldgAltEntf E011: “Das Glas ist ein Zehntel voll”

avatar Anja Lorenz
avatar Oliver Tacke

Die Folge haben wir am 20.12.2018 aufgenommen.

Intro & Feedback

Danke, dass Euch das Intro aus der letzten Episode offenbar doch ganz gut gefallen hat. O hat daraufhin gleich noch einmal gedichtet. Auch das Service-Reading-Konzept kommt gut an.

News+Alt+Entf

News+O

  • Die H5Pcon2018 fand in Melbourne statt. O war dort und es gab einige Neuigkeiten, u.a. die neuen Content-Typen Digibook, Dictation, Minicourse und BullshitBingo.
  • O hat leider noch nicht viel von Weihnachten im hohen Norden mitbekommen, aber schon ein paar weihnachtliche Speisen gegessen. Außerdem wird es kaum hell draußen.
  • Nachdem O das erste Buch der Känguru-Chroniken gelesen hat… ach, naja, was soll’s. Sonst ist er ja ganz nett.
Dämmerlicht in Sommarøy

So hell wurde es vor einer Woche noch in Sommarøy

News+A

Weihnachtsmarkt Lübeck

Leider von A dieses Jahr ein wenig vernachlässigt: der Weihnachtsmarkt in Lübeck

Paper+Alt+Entf

Paper+O: Was hat OER je für uns getan?

Könitz, Christopher: OER – Auf dem Weg in eine selbstverschuldete digitale Unmündigkeit?. MedienPädagogik: Zeitschrift für Theorie und Praxis der Medienbildung, 32 (Oktober), S. 63–71, 2018, ISSN: 1424-3636. (Typ: Artikel | Abstract | Links | BibTeX) CC BY 4.0
Besprochen in Bldg-Alt-Entf #11

Der Autor geht im Artikel geht der Frage nach, ob bei all den schönen Aspekten von OER etwas zu kurz kommt. Er kommt zu dem Schluss, dass zwar Freiheit von diversen Zwängen erlangt wurde, aber noch keine Freiheit zu etwas wie “offener Bildung”. Der Autor schlägt den Anschluss an existierende Modelle der Medienkompetenz vor, um die Medienkritik stärker in den Fokus der OER-Welt zu bringen.

Bei der Vorstellung erwähnt:

Paper+A: Qualität braucht sehr wohl Grenzen, Qualität kennt kein Pardon!

Renz, Jan; Rohloff, Tobias; Meinel, Christoph: Automatisierte Qualitätssicherung in MOOCs durch Learning Analytics. Proceedings of DeLFI and GMWWorkshops 2017, Chemnitz, Germany, September 5, 2017, 2017, ISSN: 1613-0073. (Typ: Konferenzbericht | Abstract | Links | BibTeX) CC BY NC 4.0
Besprochen in Bldg-Alt-Entf #11

Da den Kursautoren oft die Zeit zur Qualitätssicherung von MOOCs fehlt und sie auch keine Manuals lesen, sollen Algorithmen diese nicht unbedingt kreative Arbeit verrichten. In OpenHPI wurden Regeln entwickelt und Grenzwerte zur Regeleinhaltung bestimmt, bspw. dafür, dass Videos zu lang oder Quizzes zu schwer sind. Wird der Grenzwert überschritten, wird eine Warnung ausgelöst. Das ist bei vielen Sachen cool und unstrittig, dennoch sollte man schauen, ob die berühmte “Ausnahme von der Regel” nicht doch auch einmal sinnvoll sein kann.

Fundgrube+Alt+Entf

Projekte, Tools, Apps… das sind doch bürgerliche Kategorien. Wir packen einfach alles in die Fundgrube:

  • Mit Autodraw kann man drauf los malen und KI-gestützt wird erkannt, was man malen möchte – außer man versucht, einen Schlitten zu zeichnen.
  • Nele Hirsch hat nicht nur einen echt coolen Adventskalender gebaut, sondern ihn auch noch mit der Webseite open.education in eine permanente Sammlung von coolen Tools und Anwendungsszenarien verstetigt.
  • O ist mit Sans Forgetica auf eine Schriftart aufmerksam geworden, die (angeblich) wissenschaftlich bestätigt dazu beiträgt, dass man sich das Gelesene besser merken kann. Da es keine Publikationen dazu gab, hat O ein wenig tiefer gegraben: leider ist es vermutlich doch nicht so einfach. Dazu hat er noch ein paar Paper gelesen:
Yue, Carole L; Castel, Alan D; Bjork, Robert A: When disfluency is—and is not—a desirable difficulty: The influence of typeface clarity on metacognitive judgments and memory. Memory & Cognition, 41 (2), S. 229–241, 2013, ISSN: 1532-5946. (Typ: Artikel | Abstract | Links | BibTeX) Open Access
Besprochen in Bldg-Alt-Entf #11
Oppenheimer, Daniel M; Yauman, Connor Diemand; Vaughan, Erikka B: Fortune Favors the Bold (and the Italicized): Effects of Disfluency on Educational Outcomes. Cognition, 32 , S. 2739–2742, 2010, ISSN: 0010-0277. (Typ: Artikel | Abstract | Links | BibTeX) Copyright
Besprochen in Bldg-Alt-Entf #11

Politik+Alt+Entf

Open or not to be open: Die Schul-Cloud

Birgit Lachner hat in ihrem Artikel die Schul-Cloud mit Moodle verglichen. Daraufhin (und außerdem frisch angestachelt vom Jahrestreffen des Bündnis’ Freie Bildung) hat A auf Instagram und O auf Twitter nachgehakt, ob die Plattform denn Open Source werden würde. Die Antwort des Social-Media-Teams auf Instagram zeigt, wie sehr es an informatischer Grundbildung (vermutlich nicht nur im Bildungsministerium) mangelt:

Screenshot von Instagram

Screenshot von Instagram

Die Antwort war sogar überraschend positiv: Ja, die Schul-Cloud ist Open Source.

MILLA: Wenigstens spricht man drüber FTW

Die CDU/CSU-Fraktion hat sich das Thema “Weiterbildung” geschnappt, es gibt bisher nur ein paar Slides dazu und ein paar Berichte. Michael Kerres hat für das Hochschulforum Digitalisierung (HfD) darüber geschrieben, das HfD teasert den Text mit “unterm Strich aber positiv” – SRSLY? A hat mehr als die Zusammenfassung des Beitrags gelesen. Nachdem sich Christian und Markus vom Feierabendbier-Podcast schon mehrfach darüber ausgelassen haben, haben nun auch A und O die Plattform thematisiert. Noch lohnt sich ja auch das Mitreden – hoffentlich.

Veranstaltungstipps

BldgAltEntf E007: “Norwegen-Sperma”

avatar Anja Lorenz
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Die Folge haben wir 22.08.2018 aufgenommen.

Intro & Feedback

Na gut, ok, das Intro zur Folge NullNullSieben war so naheliegend … Hoffentlich verschreckt das nicht die neue Zuhörerschaft, die der Nicolas von Methodisch Inkorrekt gesendet hat – vielen lieben Dank für die Empfehlung! Menschen, die diesen Podcast gehört haben, sagten auch:

“Zu Euch kann man genauso gut einschlafen, wie zu Methodisch Inkorrekt.”

… und wir hoffen, dass das etwas Gutes ist.

News+Alt+Entf

A und O vor der Lübecker Altstadt

O hat — modisch inkorrekt — Urlaub im Süden gemacht, da war eine kurze A+O-Reunion Ehrensache.

News+O

  • O hatte Besuch: 50% vom Feierabendbier Open Education waren in Tromsø.
  • Danach hat er Urlaub “in den Subtropen” gemacht (the Norwegian Perspective) und war hier in Deutschland – unter anderem auch kurz in Lübeck. Wie so ein Touri hat er natürlich das schlechte Mobilfunknetz besichtigt und echten deutschen Döner gegessen.
  • O mag Unterhaltung (OmU), wollte mal wieder Rocky schauen und hätte echt nicht gedacht, wie schwer es sein kann, den in Norwegen in Originalton über das Internet auszuleihen. #2018
  • Schließlich haben A und O auch wieder erfolgreich zusammengearbeitet: A wollte gern Bingo als Content Type haben, O hat die ganze Arbeit gemacht und nun ist es da. Die Konferenz-Saison möge beginnen!

News+A

  • Auch in diesem Jahr wachsen hinter dem Haus von A wahnsinnig viele Brombeeren. Wer dieses Glück nicht hat, kann auch auf mundraub.org schauen und “essbare Landschaften” in der Umgebung leichter finden.
  • A dankt der Sternwarte Lübeck, denn die hat auf Ihrer Webseite nicht nur sehr gut erklärt, was das Besondere an der Sonnenfinsternis mit Supermars ist (die gibt es so erst in 105.000 Jahren wieder), sondern hat sich auf dem Wanderweg am Bornkamp mit einigen Teleskopen platziert.
  • Ihr erstes Raspberry-Pi-Projekt mit LED-Lauftext kann man jetzt nachbasteln, denn A hat es endlich geschafft, es auf ihrem Blog in Wort und Video festzuhalten.
  • Nur ein Sommer mit dem BarCamp Kiel ist ein perfekter Sommer. A war dort und hat u. a. Calle zugehört, wie er über schlechte Werbung redet, und Kai Obermüller hat dort den Mythos Lehrermangel in schönen Diagrammen erklärt (wer nicht dabei war: Jöran hat Kai angerufen). Die Anja vom BarCamp Kiel hat in ihrer allerersten BarCamp-Session darüber gesprochen, weshalb sie das Imposter-Syndrom bisher eher davon abgehalten hat.
  • Nur eine Adventszeit mit dem BarCamp Lübeck ist eine perfekte Adventszeit. Deswegen ist die Anmeldung bereits jetzt gestartet. A als Teil des Orga-Teams strengt sich an, dass es auch in der neuen Location möglichst glatt läuft.
  • A hatte hohen politischen Besuch im Büro. Sie hat Ministerpräsident Daniel Günther und auch zwei Tage später dem Projektträger vom BMBF-Projekt pMOOCs 2 erklärt, warum freie Bildung echt dufte und das Geld bei uns gut angelegt ist.
  • Schließlich konnte sie zwei Sachen verbinden: Sie hat sich den neuen Sitz des Chaotikum e.V. angeschaut und war dort beim Netzpolitischen Abend (Slides hier) im Nobreakspace. Da war sie bestimmt nicht zum letzten Mal.

Paper+Alt+Entf

Paper+O: “Ene-Mene-Mu!”

Kemper, Lorenz: Predicting Student Dropout: A Machine Learning Approach. 2018. (Typ: Unveröffentlicht | Abstract | Links | BibTeX) Copyright
Besprochen in Bldg-Alt-Entf #7

In dem Paper wird untersucht, wie gut man einen Studienabbruch von Studierenden mit Hilfe von einfachen Maschinenlernverfahren vorhersagen kann. Wesentliche Anhaltspunkte erhält man schon aus den Daten zu den Noten und der Anzahl der Prüfungsversuche. Damit kommt man nach einem Semester bereits auf eine Genauigkeit von bis zu 85 %, nach drei Semestern auf bis zu 95 %.

Sonstso:

Paper+A: “Auch Schulkinder wollen nur schnellere Pferde”

Friedrichs-Liesenkötter, Henrike; Karsch, Philip: Smartphones im Unterricht – Wollen das Schülerinnen und Schüler überhaupt?! Eine explorative Studie zum Smartphone-Einsatz an weiterführenden Schulen aus der Sicht von Schülerinnen und Schülern. MedienPädagogik: Zeitschrift für Theorie und Praxis der Medienbildung, 31 (März), S. 107–124, 2018, ISSN: 1424-3636. (Typ: Artikel | Abstract | Links | BibTeX) CC BY
Besprochen in Bldg-Alt-Entf #7

Digital Natives” sagte man zu der Generation, die mit dem Internet und dem restlichen digitalen Kram aufgewachsen ist. Die sollen aber auch lernen, damit umzugehen, was die Medienpädagogik auf den Plan ruft. Die hat zwar schon oft gefragt, wie Lehrkräfte das aushalten und warum einige das auch gar nicht wollen, aber die Schülerinnen und Schüler standen selten im Fokus – die haben Smartphones, also wollen sie die auch nutzen. In der Studie wird das hinterfragt und siehe da: Betteridge’s Law gilt auch hier. Wir bewundern also weiterhin das Problem, denn eine allgemeine Aussage lässt sich hier aufgrund der vielen Einschränkungen nicht treffen. Aber für einen Gegenbeweis zu “Schulkinder wollen ihre Smartphones unbedingt im Unterricht einsetzen” reicht es allemal.

Tool+Alt+Entf: KaTeX

Da O gerade daran rumtüftelt, dass H5P auch mit mathematischen Formeln gut kann, ist er auf KaTeX gestoßen. Damit kann man Formeln sehr viel schneller rendern als mit MathJax (das andere Vorteile haben mag).

Hinweis und gute Nachricht: Wer aus dem kurzem Absatz nicht verstanden hat, worum es geht, braucht es eigentlich auch nicht.

Politik+Alt+Entf: Schleswig-Holstein goes Open Source

Das Land Schleswig-Holstein will mit seiner Verwaltung auf Open Source umsteigen – das hat der Kieler Landtag beschlossen. Das klingt super, aber beim Netzpolitischem Abend wurde auch dieser Satz des Beitrags hervorgehoben:

“Das zentrale IT-Management der Landesverwaltung soll demnach bis zum ersten Quartal 2020 berichten, ‘wie und in welchem Zeitfenster’ der Plan verwirklicht werden kann.”

Klar. Nach dem BER-Debakel sind wir ja alle etwas vorsichtig. Nicht schlimm, wenn es schneller geht.

Veranstaltungstipps

BldgAltEntf E006: “Man hat so lange ein Motivationsproblem bis man ein Zeitproblem hat”

avatar Anja Lorenz
avatar Oliver Tacke

Die Folge haben wir 23.07.2018 aufgenommen.

Intro & Feedback

Es ist offenbar sehr lange her, dass A und O zur Schule gegangen sind. Damals™ stellte man noch große Bücher zur Abschreibpräventation zwischen die Schülerinnen und Schüler, heute gibt es kaufbare Lösungen dafür, natürlich mit Erklärvideo (kein Affiliate-Link, keine Werbung … warum eigentlich nicht?).

Nachdem wir zunehmend hören, dass der Sound besser wird: wie ist es heute? A hat sich nämlich ein neues Mikrofon gekauft.

News+Alt+Entf

News+O

  • O berichtet noch einmal von der Erfahrung, wie es denn war, ganz alleine ohne A zu podcasten.
  • Außerdem war O wandern und war auf keinem Festival vor seiner Haustür.

MagnetO

News+A

  • Der Beitrag für den Synergie-Sonderband ist endlich fertig und wird sicher bald erscheinen!
  • Auf dem VFH-Symposium wurden A erneut die Nachteile frontaler Formate bewusst, die trotz sehr guter Vorträge (Bspw. von Stian Håklev zu FROG) weiterhin bestehen bleiben. Dafür war die Abschiedsfeier von Herrn Granow sehr schön.
  • A war auf dem OERcamp in Hamburg (davon hatte O ja schon in der letzten Episode berichtet) und hat zusammen mit Kai bei einer Veranstaltung der leider viel zu kurzen iwds18-Reihe etwas zu den Unterschieden von Ost- und Westdeutschen erzählt.
  • Wer sich für ePortfolio-Konzepte interessiert, kann sich das aus dem Projekt XPerts mal anschauen. Dazu war A auch auf einem Workshop.
  • Als A in Leipzig war hat sie sich auch den MakerSpace dort angeschaut und nimmt sich für die Zukunft vor, das öfter zu machen, wenn sie in anderen Städten ist.
  • Es gibt neue oncampus-Tattoos!

    Links: A auf dem OERcamp Hamburg, auf dem alle den Raketensticker besser fanden als das schnöde oncampus-Logo.
    Rechts: A mit den neuen oncampus-Tattoos.

Paper+Alt+Entf

Paper+O: “Bildung made in Hollywood”

Johnstone, Katelyn; Marquis, Elizabeth; Puri, Varun: Public pedagogy and representations of higher education in popular film: New ground for the scholarship of teaching and learning. Teaching & Learning Inquiry, 6 (1), 2018, ISSN: 2167-4787. (Typ: Artikel | Abstract | Links | BibTeX) CC BY
Besprochen in Bldg-Alt-Entf #6

Die Studie untersuchte 11 US-Filme aus dem Jahr 2014, die mindestens teilweise an Hochschulen spielten und damit ein bestimmtes Bild von ihnen transportieren. Wiederkehrend wurden die drei Motive “Zweck höherer Bildung”, “Beziehungen zwischen Studierenden und ProfessorInnen” und das “Entstehen einer akademischen Identität” ausgemacht und näher untersucht.

Untersuchte Filme:

Paper+A: “Mut zur Lücke, Mädels!”

Haidinger, Gerald; Mitterauer, Lukas; Rimroth, Evelyne; Frischenschlager, Oskar: Lernstrategien oder strategisches Lernen? Gender-abhängige Erfolgsstrategien im Medizinstudium an der Medizinischen Universität Wien. Wiener klinische Wochenschrift, 120 (1-2), S. 37–45, 2007, ISSN: 1613-7671. (Typ: Artikel | Abstract | Links | BibTeX) Copyright
Besprochen in Bldg-Alt-Entf #6

Heutiger Themenpate ist Matthias Andrasch. Er machte in einem Tweet auf eine Broschüre der Fernuni Hagen (PDF) zu Gender in der Lehre aufmerksam, die das Beispiel aus dem vorgestellten Paper aufgriff und schrieb, dass Frauen “mehrheitlich eine Lernstrategie des verstehenden Lernens” wählten und Männer “eher oberflächlich [lernten] und damit mehr Erfolg [hatten]”. In der Diskussion auf Twitter fragte Sönke Graf, wie in der Studie denn festgestellt wurde, ob die Männer tatsächlich weniger könnten als die Frauen. A hat sich die ursprüngliche Studie angeschaut. Hier hatte man die Studierenden vor der Prüfung in einem Fragebogen um eine Selbsteinschätzung gebeten, die schließlich mit den Prüfungsergebnissen verknüpft wurde.

Im Ergebnis waren männliche Studierende in der Selbsteinschätzung tatsächlich erfolgssicherer. Weibliche Studierende waren dagegen unsicherer, obwohl sie anders als ihre männlichen Kollegen im Semester eher mitlernten, sich als fleißig einschätzten und auch eher versuchten, Zusammenhänge herzustellen. Der Prüfungserfolg ließ sich allerdings weder auf vernetztes Lernen noch auf das Verstehen des Stoffes zurückführen (letzteres wurde aber in der Studie – anders als in der Hagener Broschüre geschrieben – nicht als signifikant weibliche Eigenschaft bestätigt). Die Ergebnisse ließen dabei vor allem an der Prüfung selbst zweifeln (wie Matthias das in seinem Tweet bereits getan hatte).

OER+Alt+Entf

Matthias Andrasch (schon wieder) sucht nach Alternativbegriff für “Open”, weil da alle bloß kostenlos raushören würden. Free/Frei? Open? Libre? Oder passt das alles so…?

Tool+Alt+Entf

Mit Matthias Andrasch zum Dritten wird es wirklich Zeit, dass wir in diesem Podcast endlich auch einmal auf das OERhörnchen hinweisen, das Matthias entwickelt hat: eine Metasuchmaschine für freie Bildungsmaterialien.

Politik+Alt+Entf

Kleiner Nachschlag zur Urheberrechtsreform

O hat in der letzten Episode über den Entwurf zur Urheberrecht im europäischen Parlament (PDF) gesprochen. Dieser ist glücklicherweise erst einmal abgelehnt worden, wird aber im September aber erneut vorgelegt und abgestimmt, wir sollten also weiterhin dran bleiben, zum Beispiel hier oder direkt über Julia Reda.

O wollte noch einmal betonen, dass die EU über eine Richtlinie abstimmt, die von jedem Land anschließend noch in nationales Recht gegossen werden muss. Außerdem muss in Deutschland hinterfragt werden, inwiefern der §60a UrhG eine Schranke (und damit eine Ausnahme) für Wissenschaft und Lehre sein wird. Gerade für wissenschaftliche Artikel und Abbildungen könnte hier (unterhalb der 15%-Grenze) eine Ausnahme möglich sein. Nach Artikel 4 des neuen Entwurfs werden Bildungseinrichtungen zwar aus Artikel 11 (Leistungsschutzrecht) ausgenommen, nicht aber aus dem in Artikel 13 beschriebenen “Uploadfilter”. Und in anderen EU-Ländern kann es sein, dass es bisher keine Ausnahmen für den Bildungsbereich gibt und es daher eine gute Idee wäre, das explizit in der Novelle auch für Uploadfilter zu berücksichtigen.

Das Bündnis freie Bildung sieht Upload-Filter ebenfalls als Problem, sofern es keine Ausnahme geben wird.

Algorithmen und andere komplizierte Wörter

Laut einem Artikel im Tagesspiegel hat sich Bundesbildungsministerin Anja Karliczek für eine weniger komplizierte Sprache in der Wissenschaft ausgesprochen, dann aber unglücklicherweise den Begriff “Algorithmus” als ein Beispiel für einen viel zu schweren Fachbegriff herangezogen (und damit schon ein wenig auf den geringen Bildungsstand zu digitalen Themen in Deutschland hingewiesen). Die Schlussfolgerung, dass man deswegen die Wissenschaftskommunikation stärker fördern musste, fehlte dann leider (das haben dann aber andere nachgeholt).

Auch die Betonung des Transfers fanden wir etwas unglücklich, denn auch Grundlagenforschung ist wichtig, nicht nur die direkte (monetäre) Verwertbarkeit.

Predatory Journals

Im Rahmen einer NDR-Doku wurde “aufgedeckt”, dass auch viele deutsche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in sog. Raubverlagen publiziert haben und auf diese “hereingefallen sind”.

Wir haben in einem schnellen Brainstorming überlegt, woran man solche Journals erkennt (und diskutiert, wo überhaupt das Problem dabei liegt):

  • Die Mails mit Werbung für Journals und die Bitte zur Veröffentlichung sehen aus wie Spam, sind in einer seltsamen Schriftart geschrieben und die Anrede ist z. T. falsch.
  • Es werden Studien gelistet, die auf den Seiten der Autorinnen und Autoren nicht gelistet werden.
  • Das Journal wirbt damit, dass das Paper Open Access veröffentlicht wird, lässt sich aber eine exklusive Lizenz einräumen.
  • Das Journal taucht in einer Predatory-Journal-Liste auf, bspw. hier oder hier.

Wer Lust hat, darf natürlich den Spieß auch umdrehen und die Predatory Journals auch trollen, z. B. mit so etwas, dass ohne Blick auf den eingereichten Beitrag glatt durchgeht:

Veranstaltungstipps

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